Forum

Bebauung der Wehrmühle

Peter

Biesenthal

18.11.17, 17:04

@ Frau Puhlmann

Der Vorentwurf des Bebauungsplans Stand April 2017 war nicht Gegenstand der Beratung in der SVV vom 29.09.2017.
Im Beschluss-Nr. 39/2017, heißt es unter Punkt 1
„Der Vorentwurf zum Bebauungsplan „Abrundung Wehrmühle“ in der Fassung vom August 2017, bestehend aus Planzeichnung (Teil A und B) sowie Begründung wird gebilligt.“
Es geht also um die Fassung vom August 2017. Was in meiner Ausführung untergegangen ist, das es sich um 1 bereits bebautes (nordwestlicher Teil Flur 6) sowie 1 nicht bebautes plus bebaute Teilfläche (östlicher Teil Flur 5) handelt. Dh. es sind 2 getrennte Flächen. Das ist aus der Planzeichnung vom August 2017 ersichtlich. Im Vorentwurf wird unterschieden zwischen dem Plangebiet/Geltungsbereich (6.221 qm) und der Flächenbilanz (7.655 qm). Die Flächenbilanz wird errechnet mit unterschiedlichen Faktoren, das kann nur ein Fachmann erläutern. Und der bin ich nicht. Die von mir angegebenen Zahlen ändern sich dabei nicht.
Schade, als Mitstreiterin hätten wir sie gern früher an unserer Seite. Im jetzigen Stadium Widerspruch einlegen ist das Recht eines jeden und ist gut, kann die Bebauung jedoch nicht mehr verhindern. Das Stadtparlament (SVV) ist zuständig und hat entschieden. Die Widersprüche werden bearbeitet und wenn erforderlich in den Bebauungsplan eingearbeitet oder auch nicht.
Wer von den Stadtverordneten dafür oder dagegen gestimmt hat, das ist mir zu mühselig. Dieses zu benennen ist vielleicht auch nicht Zulässig. Was ich sagen kann, ist das die Fraktion der LINKEN der Bürgermeinung sehr nahe war.
Nur Behörden (die Träger der öffentlichen Belange) zum Beispiel; Naturschutzbehörde, Naturschutzverbände, Landesamt für Bergbau und ähnliches, könnten das verhindern. Diese müssen parallel zu diesem Verfahren Stellungnahme gegenüber der Kommune abgeben. Da diese Behörden vom Schreibtisch aus entscheiden, habe ich meine Zweifel. Bürger haben auch kein Anrecht diese Stellungnahmen einzusehen.

Ute Puhlmann

Biesenthal

14.11.17, 19:26

Liebe Wehrmühleninteressierte, da ich der Meinung bin, daß man den Kopf nicht in den Sand stecken sollte möchte ich an dieser Stelle mitteilen, daß ich heute im Amt war, um zu fragen, wie man seinen Bedenken Ausdruck verleihen kann. Hierbei wurde mir mitgeteilt, daß die ausgelegten Dokumente Bebauungsplan "Wehrmühle - Abrundung" (Begründung zum Vorentwurf des Bebauungsplans Stand April 2017) sowie Änderung des Flächennutzungsplanes Biesenthal auch im Internet auf der Seite des Amtsblattes abrufbar sind und zwecks Nachlesen ausgedruckt werden kann. Das habe ich getan. Nach dem Studium dieser Dokumente im Vergleich zu speziell der Mitteilung Forum von Peter 28.09.17, 16.47 Uhr stoße ich logischer Weise auf deutliche Unterschiede.
Ich möchte hier nicht großartig ausholen, aber ich bin strikt gegen eine irgendwie geartete Bebauung dieses Gebietes. Aus diesem Grunde habe ich nun auch schriftlich meinen Widerspruch zu dem ausgelegtem Material formuliert und werde diese auch an die Stadt Biesenthal bzw. das Amt weiterleiten.
In diesem Zusammenhang denke ich auch, daß massive Einwendungen im Zuge der Auslegungsfrist (08.11.2017 bis 12.12.2017) doch noch etwas bewirken könnte. Man muß nur ein Schreiben mit seinem Namen, Anschrift, dem Betreff (siehe oben) und die persönlichen Einwendungen formulieren und an das Amt senden. Mich würde aber noch interessieren, welche Abgeordneten für diesen Beschluß waren und warum die 1.759 Unterschriften kein Gehör gefunden haben.

W. Hoffmann

Biesenthal

06.10.17, 20:58

Hallo Herr Peter, ich habe Ihre Mail vom 28.09. mehrmals gelesen und möchte mich Ihrer Meinung anschließen. Dazu kommt noch, je mehr Häuser in Biesenthal gebaut werden, um so mehr zerstört man die Lebensqualität in diesem Ort. Es geht das Kleinstadtfeeling kaputt. Schauen Sie sich die nähere Umgebung an, Wohnpark Rüdnitz, Wohnpark Ladeburg usw. es sind wirklich nur noch Parks (Abstellgleise). Mich hat dieser Ort überzeugt das man mit dem Nachbar übern Gartenzaun mal quatschen kann, das eine gewisse Hilfsbereitschaft und Nähe zu den Mitbewohnern des Ortes vorhanden ist, und das man sich untereinander hilft und versteht. Ich merke immer mehr das dieses Gefühl verloren geht, leider.

K. Schüler

Bernau

29.09.17, 20:34

Ich habe es befürchtet. Wieder einmal hat das Kapital gesiegt. Der "kleine Mann" guckt wieder in Röhre! Alles klar. Angelockt werden wieder nur diejenigen, die es sich leisten können. Der normale Bürger in Biesenthal hat von derlei Bebauung nichts, außer dass Natur zerstört wird. Da wir hier nur mit einem Bruttoeinkommen, von weit unter 2.000,00 EUR (Vollzeit, befristet zum 2. Mal), auskommen müssen, sind Gedanken an Einmietung in, - oder Ewerb einer solcher Immobilie, reine Phantasie!
Für uns gibts da nichts! Warum also nicht bei der Unterschriftenaktion mitmachen?!
Lassen Sie uns die Natur erhalten, auch unserer Kinder wegen!
PS: Hat noch mal jemand die Marderhunde zu Gesicht bekommen?? Habe diese nicht mehr gesehen.....

Peter

Biesenthal

28.09.17, 16:47

Liebe Biesenthalerinnen und Biesenthaler,
wie versprochen, einige Informationen zur Unterschriftensammlung gegen die Bebauung der Wehrmühle.
Insgesamt haben wir 1.759 Unterschriften gesammelt. Herzlichen Dank an alle die uns unterstützt haben.
Davon 1.067 Biesenthaler, 108 aus dem Amt Biesenthal und 584 Gäste. Es waren darunter etwa 60% Fahradtouristen. Bei 4.720 Wahlberechtigten entspricht das ca. 23%, die nicht mit einer derartigen Bebauung der Wehrmühle einverstanden sind. Leider konnten wir aus verschiedenen objektiven Gründen nicht jeden Biesenthaler erreichen. Dennoch ist das eine Prozentzahl von der viele Parteien bei der Bundestagswahl nur träumen. Diese Unterschriftensammlung haben wir am 21.09.2017 in der SVV dem Bürgermeister übergeben.
Was haben wir erreicht?
Geplant waren zwei Bauflächen im Sondergebiet mit ca. 8.800 qm und eine Neubebauung eines Bestandsgrundstücks mit ca. 3.400 qm für zwei geschossige Häuser zur Wohnnutzung und Freizeitwohnen. Dh. 12.200 qm sollten neu bebaut werden. Eingeschlossen war die Pferdekoppel im Sondergebiet, im Nordwesten der Splittersiedlung. Es sollten 2 geschossige Mehrfamilienhäuser werden. Flächen-Größe der Häuser und Anzahl der Wohnungseinheiten waren noch nicht bekannt. 6 bis 8 Häuser hätten es werden können.
Wir waren damit nicht einverstanden. Wer ist "wir"? Das sind Bewohner der Splittersiedlung Wehrmühle sowie Natur- und Heimat liebende Bürger der Naturparkstadt Biesenthal. Wir starteten eine spontane Unterschriftensammlung, ohne große Vorbereitung. Während der Unterschriftsammlung, von der der Investor erfahren hat, gab es ein umdenken. Er zog seinen ursprünglichen Bauantrag zurück und reichte zum 16.08.2017 einen abgespeckten neuen Bauantrag ein.
Geplant ist nun eine Baufläche von 2.800 qm und eine Neubebauung eines Bestandsgrundstücks mit ca. 3.400 qm. Dh. 6.200 qm sollen nun neu bebaut werden. Die Pferdekoppel wurde aus dem Bauplan heraus genommen. Es sollen drei 2 geschossige Mehrfamilienhäuser werden. Unklar ist immer noch die Anzahl der Wohnungseinheiten und Flächen der Häuser.
Dieser Vorentwurf zum Bauplan zur Bebauung der Wehrmühle wurde am 21.09.2017 in der Stadtverordnetenversammlung (SVV) mehrheitlich bestätigt. Fazit ist, wir haben Dank Eurer Unterstützung den Investor zum nachdenken angeregt. Seine Pläne musste er um mehr als 50% kürzen. Dennoch hat die Mehrheit der SVV für diesen Vorentwurf gestimmt. Somit hat der Investor grünes Licht für das abgespeckte Bauvorhaben. In einer Demokratie müssen wir die Mehrheitsentscheidung der SVV hinnehmen. Es ist keine weise Entscheidung. Die Mehrheit der SVV will eine vorsätzliche Zerstörung des Landschaftsbildes und Naturraumes. Unsere Nachkommen werden es uns nicht danken.

Peter alias P.B.

Biesenthal

30.07.17, 17:41

Liebe Biesenthalerinnen und Biesenthaler,

bei unserer Unterschriftensammlung haben wir bisher großen Zuspruch erfahren. Dafür im voraus herzlichen Dank.
Diese Aktion werden wir bis in die 37 KW weiter führen. Dh. in der Woche vom 11.09.-16.09.17. Danach werden wir die Listen auswerten und den Stadtverordneten bzw. dem Bürgermeister übergeben.
Wer sich mit seiner Unterschrift noch beteiligen möchte, sollte weiterhin die Augen auf halten und bei den ausgelegten Listen unterschreiben.
Selbstverständlich werden wir die Öffentlichkeit über das Ergebnis dieser Aktion, im Forum berichten.

P.B.

Biesenthal

29.06.17, 00:09

Liebe Biesenthalerinnen und Biesenthaler,
liebe Gäste,

Seit Februar dieses Jahres gibt es Diskussionen um eine Bebauung der Splittersiedlung, Wehrmühle Biesenthal am Berlin-Usedom-Radweg. Diese Kleinsiedlung ist umgeben von einem Naturschutzgebiet mit einmaliger Landschaft. Eine Erweiterung der Siedlung wollen wir nicht.
Wer ist "wir"? Das sind betroffende der Wehrmühle sowie Natur- und Heimat liebende Bürger der Naturparkstadt Biesenthal. Zu diesem Zweck sind Unterschriftslisten im Umlauf, die in verschiedenen Läden und Einrichtungen ausgelegt wurden. Eine Auflistung dieser Orte ist zu umfangreich.
Daher Augen auf und unterschreiben.
Unabhängig dieser ausgelegten Listen sind engagierte Bürger unterwegs um mit den Listen für unser Anliegen zu werben.
Auf der Vorderseite der Listen ist nochmals beschrieben um was es geht.

Bitte helfen Sie uns und unterschreiben gegen die Zerstörung des Wehrmühlenareals!!!

Dirk

Biesenthal

28.06.17, 20:06

Hallo,

kann man sich auch woanders in diese Liste eintragen?

MfG Dirk

P.B.

Biesenthal

27.06.17, 21:27

Hallo Thomas,

die Liste wird von dem, der diese hinterlegt hat, abgeholt. Sollte die Liste nicht ausreichen, so werde ich morgen für Nachschub sorgen. Die Unterschriftssammlung wurde von Heimat liebenden Bürgern dieser Stadt organisiert.

Thomas

Biesenthal

27.06.17, 12:22

Heute bekamen wir im Lobetaler Bioladen eine Unterschriften Sammelliste gegen die Bebauungspläne an der Wehrmühle. Leider ist nicht vermerkt wer die Listen einsammelt ! Kennt sich da jemand aus??

K. Schüler

Bernau

25.06.17, 12:38

Hallo, sorry für meinen evtl. nicht passenden Einwurf:
Doch was ist eigentlich aus der erst kürzlich entdeckten Marderhundpopulation geworden? Ist diese "weggewildert", oder vertrieben worden?
Wenn man wegen einer Eidechse am Radweg "Streesee", solch einen Aufwand betreibt, wie soll mit einer ähnlich bedrohten Säugetierart umgegangen werden?!
Wohlgemerkt, es handelt sich NICHT um Waschbären, sondern um die fast ausgestorbenen Marderhunde, welche in dieser fast unberührter Natur, an der Wehrmühle, begannen sich heimisch zu fühlen??
Hat jemand irgendwelche Informationen dazu? Wäre schade und extrem empörend, wenn durch finanzielle Interessen einzelner, diese einzigartige Gattung, auch in Biesenthal wieder verdrängt würde!
Vielen Dank.

Biesenthalerin

Biesenthal

24.06.17, 14:36

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Entsetzen hörte ich von dem Bebauungsplan an der Wehrmühle. Wieso soll intakte Natur zerstört werden? Und noch mehr Lebensräume für Tiere und Pflanzen unwiderruflich vernichtet werden?
Ist das nicht konträr im Interesse des Naturschutzes?

#Die Kosten für eine Wiederherstellung beschädigter Ökosysteme sind zehnmal höher als für Naturschutz.
Tim Kasten, stellvertretende UNEP-Direktor zur UNEP Studie Juni 2010#

Durch diese Bebauung entsteht mehr Verkehr auf dem Radweg Berlin - Usedom, wem nützt das?

#Vor allem aber müssen wir die Liebe und die Empathie für die Natur erneuern, die wir verloren haben, als wir unseren Flirt mit dem Stadtleben begannen. ... Selbst zu Shakespeares Zeiten waren Städte klein genug, dass er an einem Ufer spazieren gehen konnte, an dem wilder Thymian blühte...
James Lovelock, in "Gaias Rache, Warum die Erde sich wehrt", 2006#

Hiermit appelliere ich an das Gewissen unserer Stadtverordneten, nicht unsere intakte Natur weiter zurück zu drängen!
Keine weitere Bebauung! Nicht um jeden Preis!

Eine sehr besorgte Bürgerin aus Biesenthal!

Norbert Otiz

Biesenthal

21.06.17, 14:56

So so, Herr Hecken,

Sie freuen sich, dass das Thema „Natur und Umwelt“ in Biesenthal sogar bei der Linken angekommen ist (bei Ihnen und allen anderen sowieso - in einer „Naturparkstadt“). Und wollen durch gutachtengestützte Baumaßnahmen auch gleich den Umkreis der kleinen Stadt erweitern. Schön, dass das Thema Natur bei Ihnen so gut aufgehoben ist. Es geht ja auch um eine nicht unerhebliche Investition Ihrerseits - der die Natur freilich etwas im Wege steht. Diesen Weg haben Sie nun durch persönlichen Einsatz weitgehend frei geräumt - und Mitstreiter bei den Stadtverordneten geworben und gefunden.

Obwohl Sie dazu erst einmal 40 Kühlschränke entsorgen mussten, die von der „Linken“ auf Ihrem Gelände deponiert wurden. Das klingt zwar wie ein arg lächerlicher Vorwurf, aber gut, dass Sie das damals ganz genau beobachtet haben und sicher belegen können. Wir wollen ja sachlich bleiben.

Noch ist das Projekt freilich nicht in „trockenen Tüchern.“ Wie die von Ihnen bemühten Gutachter den Eingriff auf ein bislang gestütztes Stück Natur in Biesenthal bewerten werden, hängt wohl vom genau formulierten Auftrag ab – der, wie Sie sagen, von Ihnen formuliert wurde. Hoffentlich sind keine geschützten Tiere oder Pflanzen betroffen – falls danach gefragt wurde. Aber auch dann verliert die Naturparkstadt Biesenthal ein schönes Fleckchen Natur durch die Bebauung mit „Freizeitwohnungen“. Das wird sicher den übrigen Bewohnern etwas zum Nachdenken über Kultur, Politik und Ökonomie verhelfen – wenngleich erst hinterher.

Norbert

Dietmar Groß

Biesenthal

21.06.17, 14:51

Sehr interessiert habe ich in den letzten Tagen die Beiträge zur Wehrmühle verfolgt. Als ich gestern den Beitrag von Herrn Hecken las, in dem er erklärte dass er nur weitere "Fake News" ausräumen werde hat es mir die Sprache verschlagen. Die Aussagen von Frau Mächtig als "FAKE NEWS" zu bezeichnen, ist ja wohl gelinde gesagt, eine Frechheit. In Ihrer Begründung zum Vorentwurf des Bebauungsplans heißt es unter Pkt.1.2.4. Planerische Ausgangssituation
Absatz 4 "Gemäß den Vorschriften..... soll eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht durchgeführt werden." Dieser Satz wurde von Frau Mächtig zitiert. Was daran eine Fake News sein soll (Falschmeldung, die frei erfunden ist und den Leser täuschen soll) erschließt sich mir in keiner Weise.
Weiter führt Herr Hecken an, im Oktober 2016 einen Umweltbericht in Auftrag gegeben zu haben. Meines Wissens ist ein Umweltbericht zwingend notwendig für die Bauleitplanung, also nicht eine tolle zusätzliche Geste von Ihm.
Was die Bemerkung mit den 40 Kühlschränken soll bleibt wohl ihr Geheimnis und braucht nicht weiter kommentiert werden.
Herr Hecken fragt an warum die Linken, nach dem Sie dem Antrag zum Bau von Wochenendhäusern zugestimmt haben, jetzt so einen Gegenwind machen.
Da die damalige Entscheidung rückgängig gemacht wurde, weil die Bebauung im Außenbereich falsch eingeschätzt wurde, ist es doch eigentlich normal dass man diesmal genauer hinschaut. Das hat mein Sohn im Beitrag vom 24.02.2017 auch angemerkt. Ich finde das auch gut so. Durch den Bürgermeister wurde nach dem Beschluss der SVV darauf verwiesen, dass noch viele Möglichkeiten zur Einflussnahme durch die Bevölkerung bestehe. Ich hoffe viele Bürger machen davon Gebrauch.
Zum Bauantrag möchte ich noch darauf hinweisen, dass die angeführten Zahlen GRZ 0,3 und GFZ 0,44 eine sehr großzügige Bebauung zulassen. Wenn Herr Hecken sagt es handele sich nur um ca 10.000 m², heißt das bei GFZ 0,44 dass 4400 m² Wohnfläche gebaut werden können. Kellergeschosse, Tiefgaragen ... nicht mitgerechnet. Bei angesprochenen 5-7 Häusern sind das pro Haus 620 bis 880 m² Wohnfläche. Also doch eine "sanfte Ausdehnung den Hauptstadtinteressen angemessene kleine Häuschen".
Für mich sind viele, sehr viele Fragen noch offen. Die öffentliche Diskussion zu diesen Fragen fehlt mir. Hier wird verantwortungslos schnell gehandelt. Es scheint mir als ob der Verkauf an neue Bauherrn schnellst möglich voran getrieben werden soll. Das kann nicht im Interesse der Biesenthaler sein.
Ein Wort noch zu den Bewohnern der Wehrmühle. Ich habe gehört dass eine Unterschriftensammlung zu diesem Thema gemacht werden soll.
Sie können auf mich zählen und ich werde gern helfen.
Vielleicht werden dann einige wach. mfG Dietmar Groß

Margitta Mächtig

Biesenthal

20.06.17, 19:03

Nur der Richtigkeit halber, ich zitierte aus dem vorliegenden B-Plan.
Wenn derartige Beobachtungen von Flora und Fauna vorgenommen werden, ist dies ausdrücklich zu begrüßen. Und nein, die Kühlschränke haben nicht DIE LINKEN auf dem Gebiet der Wehrmühle „entsorgt“. 😉 😂

Phillip

Biesenthal

20.06.17, 13:03

Junge-Junge. .... jetzt wird sogar schon der Kampfbegriff "Fake News" benutzt... - ein Begriff den man sonst nur mit rechten Idioten verbindet. Also wirklich. Muss denn diese Verklammerungstechnik wirklich sein???? Soll doch der Herr H. sein Luxus-Resort für Vermögende dort bauen. Es kommt doch sowieso. Egal was wir uns hier ereifern. Wenn der Herr H. solch hohe Ausgaben im Vorfeld dort tätigt, die von ihm beauftragten Gutachten kosten ein Heiden Geld, kann doch davon ausgegangen werden dass der Ertrag den er einfahren wird dementsprechend sein wird. Und kein Investor der halb bei Verstand ist würde das alles investieren wenn nicht eine gute Chance besteht dass das Unterfangen Erfolg hat.... [...]

[Beitrag von der Redaktion gekürzt]

michael hecken

wehrmühlenweg 8

20.06.17, 08:11

Frau Mächtig,

wie kommen Sie darauf das ich persönlich werden will? Ausserdem hatten wir bereits ein ausführliches Gespräch mit Ihrer Fraktion und Ihnen.
Wie bereits gesagt, ist aus meiner Sicht das politische Podium der Stadt Biesenthal die von der Bevölkerung gewählte Stadtverordnetenversammlung die jeweiligen Fachausschüsse bzw. präziser formuliert die jeweiligen Sitzungen und nicht das Internetforum.
Deshalb werde ich auf Ihre Antwort, die im wesentlichen keine weiteren neuen Informationen beeinhaltet, die nicht alle Beteiligten bereits kennen, auch nicht weiter eingehen.

Lediglich weitere "Fake News" werde ich hier im Forum in Zukunft versuchen auszuräumen. In diesem Sinne möchte ich hier zumindest für die Leser der Forums klarstellen das bereits seid Oktober 2016 ein Umweltbericht von uns in Auftrag gegeben wurde. Im Rahmen der Aufstellung eines Bebauungsplans am Wehrmühlenweg ist ein Umweltbericht zu erstellen. Weiterhin ist eine Eingriffsbewertung durchzuführen.

Derzeit befinden wir uns in der letzten der 4 Vegetationsperiode die beobachtet wird. Weitere Spezialgutachten wie z.B. die Erfassung der Fledermäuse und der Amphibien sind bereis seit Monaten beauftragt. Weiterhin haben wir die faunistische Kartierungen zum Artenschutz und die FFH-Vorprüfung an der Wehrmühle beauftragt. Es werden alle Pflanzen, Tiere und Bäume erfasst. Mögliche Ersatzmassnahmen, falls es denn welche gibt, werden nach Fertigstellung der Umweltgutachten von den jeweiligen Fachleuten, in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde in Eberswalde, der Stadtverordentenversammlung vorgeschlagen.
Inwieweit dann von einem "erheblichen" Eingriff in die Natur gesprochen werden kann würde ich dann doch gerne die jeweiligen Fachleute feststellen lassen.
Bis dahin müssen wir nun wohl alle mit der Angst leben, da von der Linken Fraktion bereits heute von "erheblichen" Eingriffen in die Natur ausgegangen wird, bevor überhaupt eine einzige Stellungnahme von einem der verschiedenen Spezialgutachter vorliegt. Im Sonntagskrimi des deutschen Fernsehens machen Investoren ja bekannterweise keine Umweltgutachten, in Biesenthal aber schon.-)

Es freut mich aber sehr, das nach so langer Zeit, das Thema Natur und Umwelt auch bei den Linken endlich den richtigen politischen Stellenwert bekommen hat. Als ich hier vor 14 Jahren etwa 40 Kühlschränke entsorgen musste die in den Garten der Wehrmühle gestellt wurden, schien mir das Umweltbewusstsein noch nicht so ausgeprägt.

Margitta Mächtig

Biesenthal

19.06.17, 22:01

Herr Hecken, wenn Sie persönlich werden wollen, kommen Sie vorbei und wir reden.
Es geht eben ncht darum was Sie oder ich wollen, sondern was die Biesenthalerinnen und Biesenthaler in und mit ihrer Stadt wollen. So ist es doch nur legitim, unserer Einwohnerinnen und Einwohner und die Gäste unserer Stadt zu befragen- meinen Sie nicht auch?
Ich verstehe die Bezugnahme auf den Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg, welcher nicht die kommunale Planung außer Kraft setzt!
Mit ihm wird uns ein Hinweis gegeben, was nach "großräumlicher Planung" möglich ist. Das entbindet aber weder die Stadtverordneten noch die Bürgerinnen und Bürger davon, selbst zu entscheiden, was und wie sie die Entwicklung ihrer Gemeinde wollen, zumal es dabei nicht um ein Einzelgebiet der Stadt geht, sondern um die Gesamtentwicklung in der Stadt!
Im vorliegenden Entwurf wird mehrfach darauf hingewiesen, dass die Planungen im B-Plan mit dem geltenden FNP nicht übereinstimmen.
So ist es Verantwortung der Kommunalpolitiker, also der Stadtverordneten zu entscheiden, inwieweit der FNP den Wünschen des Investors angepasst werden soll.
Und so ist zu entscheiden, ob eine Zunahme der Einwohnerschaft von eben mehr als 300 Prozent in dieser Splittersiedlung gewollt ist oder nicht.
So ist zu entscheiden, ob trotz bestehender möglicher Verdichtungsbebauung eine Ausweitung des Siedlungsgebietes tatsächlich erforderlich ist.
Und so ist zu entscheiden, ob die notwendigen Eingriffe in die Natur von der Bevölkerung gewollt oder nicht gewollt sind.
Der Bebauungsplan lässt viele Fragen der konkreten Bebauung noch offen und macht lediglich deutlich, dass er einen erheblichen Eingriff in das Naturareal der Wehrmühlensiedlung erfordert.
Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht vorgesehen/erforderlich nach Auffassung des Planers.
Ich möchte, dass die Stadtverordneten sachkundig entscheiden und dabei die Interessen der Biesenthalerinnen und Biesenthaler und deren Gäste berücksichtigen, denn das ist ihre Verantwortung.

michael hecken

wehrmühlenweg 8

19.06.17, 16:57

Hallo Frau Mächtig

was mich bei nochmaligem Lesen Ihres "postings" auch sehr überrascht ist, das Sie nun davon überrascht sind dass hier von einer "Stärkung des städtebaulichen Gewichtes des Bereiches der Wehrmühle" ausgegangen wird,
nachdem Ihre Fraktion 2016 unserem Plan eines Wochenendhausgebietes zugestimmt hat? Hier war der Plan 36 Wochenendhäuser auf 70.000m2 zu bauen!
Aus städtebaulicher Sicht ist eine Bebauung egal in welcher späteren Funktion eine Erweiterung. Dieser haben die Linken seinerzeit zugestimmt. Auch das Wochenendhausgebiet wäre, wenn ich Ihr
Argument der Splittersiedlung einmal aufgreife, eine Erweiterung derselbigen gewesen und hätte zur X-fachen Verstärkung des städtebaulichen Gewichts geführt.
Es gab eine Ortsbesichtigung, bei der Ihre Fraktion teilgenommen hat, sowie eine lebhafte Diskussion im Bauauschuss und der Hauptversammlung. Alle Versammlungen waren
damals öffentlich, jeder hatte das Recht hier seine Meinung preiszugeben.

Die Beschlüsse zur Aufstellung des ursprünglichen Flächennutzungsplanes von 1990 in dem die Wehrmühle als Sondegebiet für Gastronomie und Beherbergung ausgewiesen wurde (nach meiner Erkenntniss das einzige derartige Sondergebiet der Stadt Biesenthal) sowie der Bau des Wehrmühlenweges 2002 mit den Mitteln der EU und des Landes Brandenburg zur Erschliessung des Sondergebietes
Wehrmühle wurden, nach mündlichen Berichten von Mitbürgern damals auch von der Fraktion der Linken mitgetragen.

Als Gedankenstütze hier noch einmal der Beschluss aus 11.2.2016 der, wenn ich mich recht erinnere, einstimmig beschlossen wurde.

Beschluss-Nr. 02/2016
Bebauungsplan „Wochenendgebiet am Wehrmühlenweg“, einschl. 5. Änderung des
Flächennutzungsplanes – Aufstellungsbeschluss –
Beschlusstext:
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Biesenthal beschließt:
1. Der Aufstellung eines Bebauungsplanes „Wochenendgebiet am Wehrmühlenweg“, Flur 5, Flurstücke 162 (tlw.), 163 (tlw.), 179, 182, 183, 193, Gemarkung Biesenthal, wird gem. § 2 (1) BauGB zugestimmt.
2. Der Geltungsbereich des Plangebietes ist in der Anlage dargestellt.
3. Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes ist der Flächennutzungsplan der Stadt Biesenthal gem. § 8 (3) BauGB (sog. Parallelverfahren) zu ändern (NEU: SO-Wochenendnutzung).
4. Zur Sicherung des Planverfahrens (Erarbeitung B-Plan und Änderung FNP), seiner Durchführung und der Kostenübernahme ist zwischen der Stadt Biesenthal und dem privaten Vorhabenträger ein städtebaulicher Vertrag abzuschließen.
5. Der Amtsdirektor des Amtes Biesenthal-Barnim wird beauftragt im Namen der Stadt Biesenthal zu handeln.
- Beschluss angenommen


Damals haben die Linken also einer Erweiterung des Sondergebietes zugestimmt womit sich die Fläche um vielfaches erweitert hätte. Auch diese Pläne waren für alle öffentlich einsehbar, und sind durch alle Instanzen gelaufen.

Was mich sehr verwundert ist, weshalb in 2016 alle der Erweiterung der Wehrmühle zugestimmt haben, und nun seid Februar 2017 ein solcher Gegenwind herrscht für ein Projekt welches um ein vielfaches kleiner ist, als die ursprüngliche Planung von 2016?

Gerne möchte ich, im übrigen, an dieser Stelle auch noch ein weiteres Zitat von Ihnen aufgreifen von 9.4.2017. Hier schreiben Sie, Zitat Mächtig:
"bei den vielen Gesprächen, die ich mit Biesenthalerinnen und Biesenthalern führte, sprach niemand von 240 Häusern und bisher fand ich diese Aussage auch nicht im Netz"

Dazu hätten Sie nur den Artikel von P.B vom 3.2.2017 auf der gleichen Seite lesen müssen in dem steht, Zitat P.B.: "Auf diesem Baugelände entstehen etwa 180-240 Baugrundstücke"
Auf diese Zahl werde ich seitdem immer wieder in den vielen Gesprächen die ich persönlich mit Biesenthalerinnen und Biesenthalern führe hingewiesen.
Das auf den beiden neuen Flächen nur maximal 5-7 Häuser !!! entstehen sollen habe ich mehrfach in der Stadtverordnetenversammlung und den diversen Fraktionstreffen schriftlich und mündlich dargelegt.

Ich bin sehr froh das es in der Stadtverordnetenversammlung die Fraktionen der CDU/Pro Danewitz, der Bürger für Biesenthal (BfB), der Bündnis 90/Die Grünen und der SPD gibt.
Ich freue mich sehr das diese Fraktionen sich inhaltlich sehr offen und tiefgehend mit der komplexen Umwandlung des Gebietes Wehrmühle auseinandersetzen. Ich bin sehr beeindruckt davon das es bei uns in der Stadt auch so sehr viele positive Energien und progressive Kräfte gibt.
Auch möchte ich mich an dieser Stelle einmal für die tatkräftige Mitarbeit des Amtes Biesenthal Barnim bedanken.

Die Wehrmühle Biesenthal nach 700 Jahren für die nächsten x-hundert Jahre in die richtige Bahn zu lenken ist eine komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe, von daher freue ich auf eine lebhafte Diskussion am Mittwoch Abend im Bauausschuss. Dort wo komplexe Sachargumente hingehören, in das politische Gremium der Stadt Biesenthal, und nicht in ein Internetforum.

Mit einem zweiten Gruß

Michael Hecken & Familie

michael hecken

wehrmühlenweg 8

19.06.17, 12:37

Hallo Frau Mächtig,

Ich möchte Sie und Ihre Fraktion an dieser Stelle zum wiederholten mal darauf aufmerksam machen das es einen Kulturlandschaftenansatz im gemeinsamen Landesentwicklungsplan Berlin/Brandenburg gibt und noch einmal die Punkte zusammenfassen die für die Erweiterung des Sondergebietes Wehrmühle (mit der im Flächennutzungsplan derzeit geltenden Nutzung: Gastronomie, Beherrbergung, Reitsport, Museum und Wohnen Personal) eine besondere Relevanz für die städebauliche Entwicklung der Stadt Biesenthal haben.

Bei der Wehrmühle geht es nicht um die einfache Erweiterung einer Splittersiedlung sondern um die behutsame und sinnvolle Weiterentwicklung eines Kulturlandschaftlich relevanten Ortes der seid 1375 urkundlich bekannt ist. Die Stadt Biesenthal hat 2002 mit EU Fördermitteln einen Strasse mit zwei neuen Brücken zur Wehrmühle gebaut um eine Entwicklung in diesem einmaligen Sondergebiet zu gewährleisten. Bereits zu DDR Zeiten gab es kulturelle Pläne für die Wehrmühle. In den Entwicklungsstudien der Stadt Biesenthal aus den 90er Jahren gab es Pläne im Gebiet der Wehrmühle ein Hotel zu etablieren mit 95 Zimmern und diversen Busparkplätzen. Diese Pläne hat mein Vorgänger versucht umzusetzen bis er krankheitsbedingt die Wehrmühle, nachdem sie ihm abgebrannt war, an uns 2003 verkauft hat.

Unsere Argumentation ist im wesentlichen recht einfach: Eine weitere Verdichtung des Sondergebietes ist städtebaulich weniger sinnvoll als das ausweichen mit den Gäste/Wochenendwohnungen auf die beiden neuen Grundstücke. Die Wehrmühle ist ein besonderer Ort, dieser ist architektonisch und städtebaulich qualitativ und stilistisch so hochwertig zu erweitern das er den hohen Anforderungen die eine Hauptstadtregion vorgibt, standhalten kann. Das Wehrmühlengrundstück ist ingesamt 550.000m2 groß, eine Erweiterung der Siedlungsfläche von etwa 10.000m2 halten wir für eine sinnvolle und nachhaltige Weiterentwicklung dieses Ortes. Die Zustimmung der gemeinsamen Landesplanung Berlin/Brandenburg vom August 2016 hat uns in dieser Sicht gestärkt.

Hier noch einige Passagen aus dem LEP/BB die für die Wehrmühle als besondere Kulurlandschaft gelten:
LEP B-B Kulturlandschaftsansatz
Kulturlandschaften sind
.auf Alleinstellungsmerkmale und auf innovative Entwicklungsansätze beruhende Handlungsräume für eine kooperative und qualitativ ausgerichtete Regionalentwicklung.. (zu entwickeln).

Landesentwicklungsplan Berlin Brandenburg Zu 1.1 (G)
Für die Entwicklung der Wirtschafts-, Wissens- und Kulturfunktion müssen in der Hauptstadtregion international wettbewerbsfähige infrastrukturelle und räumliche Rahmenbedingungen und ressortübergreifende Maßnahmen insbesondere zur Ausprägung innovativer und kreativer Milieus gestaltet werden.

Landesentwicklungsplan Berlin Brandenburg Zu 1.1 (G)
Ergänzende metropolitan wirksame Funktionen außerhalb der Metropole sollen als Teil der Metropolregion entwickelt und miteinander sowie mit der Metropole vernetzt werden. Hierfür kommen Zentrale Orte und andere geeignete Standorte im Gesamtraum in Betracht. Deren Ausstrahleffekte sollen auch die Entwicklungschancen ländlich strukturierter Teilräume verbessern.

Landesentwicklungsplan Berlin Brandenburg Zu 1.1 (G)
...Die Besinnung auf die eigenen Kräfte in allen Teilen des gemeinsamen Planungsraumes ist ein wichtiger Wert an sich. Die Selbstaktivierung und Selbstmobilisierung und die Kreativität der Menschen sollen als großes Zukunftspotenzial genutzt werden. Überall dort, wo Potenziale vorhanden sind, sollen Anstöße gegeben werden, diese zu nutzen....

Im übrigen wäre es doch toll wenn Sie sich z.b. oben auf dem Wehrmühlenberg einmal dafür einsetzen würden das die 2005 eingefallene große Scheune auf die Sie jeden Tag aus Ihrem Fenster blicken einmal entfernt würde. Ich habe hier unten auf meine Kappe, über 1000 Tonnen Müll entfernt, es wäre gut wenn Sie sich in Ihrem unmittelbaren Umfeld einmal dafür stark machen das eine städtebaulich Verbesserung stattfindet.

Gruss aus der Wehrmühle

Michael Hecken und Familie

Margitta Mächtig

Biesenthal

18.06.17, 21:23

Planungen der Bebauung der Wehrmühle gehen in die nächste Runde

Am kommenden Mittwoch liegt dem Bauauschuss, der ab 19 Uhr in der Mensa der Grundschule tagt, eine Vorlage "5. Änderung des Flächennutzungsplanes Biesenthal im Parallelverfahren zu der Aufstellung des Bebauungsplans
„Wehrmühle - Abrundung“ vor.
Begründet wird dies: "Die zukünftigen Festsetzungen des Bebauungsplanes "Abrundung Wehrmühle" können nicht aus den Darstellungen des rechtskräftigen Flächennutzungsplan (FNP) Stand 2010 entwickelt werden. Deshalb sind die Änderungen im FNP notwendig."
Nun sind die Stadtverordneten also aufgefordert, die rechtlichen Rahmen­bedingungen für die Bebauung der Wehrmühle – nach den Vorstellungen des Eigentümers Herrn Hecken – zu schaffen, und damit einer endgültigen Erweiterung des Sonder-Wehrmühlengebietes zuzustimmen.
Wer die Vorlage liest, (man findet sie unter: amt-biesenthal-barnim.de/ris/instanz_2) liest, dass es um Erweiterungen sowohl im Nordwesten als auch im Südosten geht und damit das Sondergebiet um 32 Prozent erweitert werden soll.
Am meisten "überraschte" mich, dass hier von einer "Stärkung des städtebaulichen Gewichtes des Bereiches der Wehrmühle" ausgegangen wird.
Wer das aber will, behandelt das Sondergebiet im Außenbereich "Wehrmühle" nach gleichen Maßstäben wie die Innenstadt und öffnet damit der weiteren Zersiedelung der Stadt und einer Zerstörung dieses Areals Tür und Tor.
Bisher haben die Stadtverordneten (außer DIE LINKE) diesem Weg zugestimmt. Wir wollen wissen, wie die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und ihre Gäste dies sehen und werden nun beginnen, mit einer Unterschriftensammlung die Positionen der Biesenthalerinnen und Biesenthaler zu erfragen.
Wer Interesse hat dabei mitzumachen, kann sich gern bei mir melden: 0172 87 29 222

Direkte Links:
5. Änderung FNP Biesenthal
B-Plan Abrundung Wehrmühle
Planzeichnung

Bernd Meißner

Biesenthal

23.04.17, 11:10

Zweifel sind angebracht!
Die Fragen eines Mitbewohners der Wehrmühle vom 16.02.2017 u.a. auf der letzten SVV Biesenthals gestellten Fragen bleiben unbeantwortet. Nun soll erst einmal der Bebauungsplan für das Wehrmühlenareal erstellt werden. Danach bliebe genügend Zeit, sich all diesen Fragen anzunehmen. So die salomonische Entscheidung des Bürgermeisters. Vielleicht soll erst einmal Ruhe einkehren, bevor mans dem "Investor" recht macht!?

P.B.

Biesenthal

14.04.17, 18:23

@Wolfgang, ich hatte nicht den Eindruck, daß Fr Mächtig immer wieder das letzte Wort hatte. Im Gegenteil, sie verließ vorzeitig die SVV. Aus meiner Sicht versuchte sie die Fragen der Gäste zu präzisieren und verständlicher zu machen. Das Fr. Mächtig gegen die Bebauung und Ausweitung für Wohn oder Wochenendnutzung in der Umgebung ist, ist kein Geheimnis.
Das sie dafür sind ist nun auch kein Geheimnis. Im Forum übrigens der Einzige! Ich glaube das läßt einige Spekulationen zu.
Mein Beitrag vom 03.02. wurde am 05.02.17 begründet. Dh. es fehlt ihnen an Sachlichkeit, daher kein weiterer Kommentar.

In einer der letzten MOZ wurde über Pöbeleien geschrieben. Was bedeutet pöbeln? Sich frech und provozierend äußern; lauthals beschimpfen, beleidigen. Selbstbewußt seine Meinung äußern, das machen wir. Alles andere trifft nicht zu. Ich habe weder im Forum noch in der SVV eine Pöbelei erlebt.

Auch ich wünsche Allen ein frohes Osterfest

Wolfgang

14.04.17, 08:47

@ Frau Mächtig. Es ist doch schön immer wieder das letzte Wort haben zu müssen.

Die Gegenreaktionen von Herrn Hecken ist doch absolut verständlich wenn mit vielen unsachlichen Argumenten hier diskutiert wird.
Auf die Frage: "Wer pöbelt hier wann, wen und warum an?" können Sie in diesem Verlauf des gesamten Forums bestimmt noch mal nachlesen.
Da werden Sie bestimmt schon fündig.

nur ein kleines Beispiel: "Auf diesem Baugelände entstehen etwa 180-240 Baugrundstücke."
Kommentar Herrn P.B vom 03.02.17, 17:08


Ich sehe auch durch das Bauvorhaben eine qualitative Entwicklung hier in Biesenthal und die Naturparkstadt Biesenthal bleibt erhalten. Es wird hier ja schließlich auch kein Flugplatz gebaut.

@all schöne Ostern von Wolfgang

Steffi

Biesenthal

12.04.17, 20:51

Hallo liebe Bürger von Biesenthal denkt bitte daran morgen 19.00 Uhr Stadtverordnetenversammlung!!!!!!!!

Dirk

Biesenthal

10.04.17, 20:05

Hallo,

ich bin kein direkt Betroffener des Bauvorhabens Wehrmühle, auch kommunalpolitisch nicht besonders aussagefähig. Dennoch verfolge ich die Diskussion mit Interesse.
Ich hoffe nur, dass Leute wie Frau Mächtig ein Auge auf die Wünsche und Bedenken der Anwohner werfen und alle Entscheidungen in dieser Angelegenheit demokratisch und vor allem moralisch sauber getroffen werden.

Dirk

Margitta Mächtig

Biesenthal

09.04.17, 21:06

Der Beitrag von/über Herrn Hecken und seine Bebauungspläne an der Wehrmühle in der Wochenendausgabe der MOZ läßt nichts Gutes erwarten.
Wenn das die Art und Weise des Miteinanders werden soll, stimmt mich das traurig und nachdenklich zugleich. Die Überschrift lautet "Hecken wehrt sich gegen Pöbeleien" Stellt sich mir sofort die Frage: Wer pöbelt hier wann, wen und warum an? Und, was meint Herr Hecken mit Pöbeleien? Meint er, dass es Biesenthaler gibt, die eine kritische Meinung zu seinen Plänen haben? Er vermißt Verständnis für das Vorhaben, das aus dem Kleinod der Wehrmühle, in dem nicht mal 30 Menschen wohnen, eine (Wochenend-)Siedlung, was zu einer Verdreifachung der dortigen Bewohner führen wird. Schade, dass Herr Hecken verschwieg, dass die Linksfraktion ihn zum Gespräch eingeladen hatte, bei dem über die unterschiedlichen Sichtweisen und mögliche Kompromisse gesprochen wurde. Herr Hecken spricht von "städtebaulicher Hochqualität". Es muss die Frage erlaubt sein, ob das das ist, was diesen Standort tatsächlich aufwertet oder doch nicht eher zerstört. Auch darüber sprachen wir in einer sehr offenen Atmosphäre. Die Behauptung sogenannter Fake-News über sein Vorhaben mag Mitleid erregen, aber bei den vielen Gesprächen, die ich mit Biesenthalerinnen und Biesenthalern führte, sprach niemand von 240 Häusern und bisher fand ich diese Aussage auch nicht im Netz.
Ich habe bereits früher in diesem Forum meine Überlegungen zur Bebauung geschrieben. Das mag ich hier nicht wiederholen. Aber eins sollte für alle Beteiligten gelten: Offenheit, Ehrlichkeit und Verständnis für die jeweils andere Sicht, sonst kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es... na Ihr kennt das ja.

Lutz

Biesenthal

09.04.17, 09:59

Im Amtsblatt findet man die Formulierung: „Beabsichtigt ist eine angemessene Verdichtung des durch Wohn- und Freizeitnutzung geprägten Siedlungsteiles Wehrmühle.“ Dagegen heißt es im Antrag: „Für den Bebauungsplan
sind als Festsetzungen zu Art und Maß der baulichen Nutzung in Aussicht genommen:
Grundflächenzahl 0,3 ...“

Es ergeben sich folgende Fragen:
1. Welchen Vorteil hat Biesenthal von einer Verdichtung der Bebauung im Bereich der Wehrmühle?
2. Was ist dort „angemessen“?
3. Ist GFZ=0,3 noch angemessen (damit wäre auch eine kompakte Reihenhaussiedlung – eine Art Klein-Prora im Naturschutzgebiet – möglich)?
4. Braucht man für eine „angemessene Verdichtung“ die Ausdehnung der Bebauung (Planbereich 1)?

Ich kann mir nicht vorstellen, wie die „positive Energie“ des Ortes erhalten bleiben soll, wenn dort die Bebauung nicht sehr behutsam – wenn überhaupt – erweitert wird. Eine GFZ von 0,3 ist m.E. deutlich zu hoch. Das Feld (Planbereich 1) sollte unbebaut bleiben.

Ja, es ist ein zunehmender Siedlungsdruck durch die wieder einsetzende Stadtflucht, teilweise durch Verdrängung, aus Berlin zu bemerken, und ich bin auch nicht gegen weitere Ansiedlungen. Wenn das Wachstum unserer Stadt jedoch zu schnell erfolgt, insbesondere durch Wucherungen in Form von kompakten Wohnparks, verlieren wir die Attraktivität als Naturparkstadt. Nach kurz- bis mittelfristigen wirtschaftlichen Vorteilen bleiben dann eher Probleme und eine geringere Lebensqualität für alle, auch für die Neu-Biesenthaler: mehr Hektik, zunehmender Autoverkehr in schmalen Straßen, Verlust von Natur


Ich kenne zwei Negativbeispiele aus eigener Anschauung: Falkensee und Müncheberg. In beiden Gemeinden findet die Verdichtung bereits seit einiger Zeit statt. Dort stehen die Häuser teilweise so dicht wie es die Baugesetzgebung zulässt, mit etwa 6 bis 10 m Abstand (wenn nicht gleich Reihenhäuser gebaut wurden). Man hat das Gefühl, in einem auf die Fläche umgelegten Hochhaus zu leben. Die Züge nach Berlin sind überfüllt.

Biesenthal sollte nicht verhunzt werden! Mein Vorschlag hierzu wäre, zumindest an den Siedlungsrändern auf eine sehr niedrige GFZ (kleiner 0,1?) zu setzen. Außerdem sollte eine bessere Bahnverbindung nach Berlin abgewartet werden, um den Autoverkehr in Grenzen zu halten.

Rosi

Biesenthal

06.04.17, 17:53

... geplant wird schon mal ohne den Bürger.

Das FÜR und WIDER - oooh darf der Bürger mit besprechen, er darf auch nachfragen und seine Meinung äußern.

Was da geschehen soll hat nichts mit ENTWICKLUNG der Stadt zu tun, hier wollen Leute ihre Kohle auf Kosten der Stadt Biesenthal und ihrer Bürger vermehren.

Margitta Mächtig

Biesenthal

03.04.17, 13:59

Nun kann jede Biesenthalerin und jeder Biesenthaler im Amtsblatt (sofern sie/er es bekommt, online www.amt-biesenthal-barnim.de/dokumente/Biese1713.pdf, S.7) nachlesen, was an der Wehrmühle geplant ist. Und man kann sich selbst ein Bild machen. Ich hoffe, dass sich viele Biesenthaler einbringen und wir gemeinsam das FÜR und WIDER dieser Bebauung besprechen. Und für die, die es noch nicht wissen, auch in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung (die nächste ist übrigens Donnerstag vor Ostern ab 19 Uhr in der Mensa der Grundschule) können Bürger nachfragen und ihre Meinung zur Entwicklung der Stadt sagen. Dazu gibt es die Bürgerfragestunde.

Thomas

Biesenthal

24.03.17, 09:29

Auch ich bin gegen eine Bebauung. Ich denke wir nennen uns Naturparkstadt. Immerhin wäre das ein Schritt um diesen Namen abzulegen.

Katrin

Biesenthal

23.03.17, 14:10

Zur Bebauung der Bebauung der Wehrmühle.

Ich finde es sehr bedauerlich, dass man darüber nachdenkt, in diesem Teil von Biesenthal zu bauen. Die Wehrmühle und die Natur darum, bietet so viel Ruhe und ist so unberührt. Man sollte doch die Natur so belassen, wie sie ist.

Ich wäre in jedem Fall dagegen.

Erna

Biesenthal

22.03.17, 08:00

Ach, soooo ... !!!

Marco Skupien

21.03.17, 11:42

Sehr geehrte Erna,
an der Wehrmühle findet momentan kein Bau statt. Aktuell dreht Sat.1 dort den Spielfilm "Das Haus im Nebel". Die Dreharbeiten werden zum Ende nächster Woche abgeschlossen sein und dann wird es vor Ort wieder ruhiger werden.
MfG Marco Skupien

erna

Biesenthal

20.03.17, 12:59

Hallo liebe Biesenthaler,
was geht denn an der Wehrmühle ab?! ich war am Samstag dort spazieren und bin dort kaum vorbei gekommen. Alles war zugeparkt mit schweren LKW, selbst der Wehrmühlenweg wurde zugeparkt. Die Wege dorthin sind natürlich schön aufgewühlt. Sind diese überhaupt dafür ausgelegt?
Ich befürchte, wir müssen garnicht auf die Bebauung warten, es wird schon vorher ein schönes Stück Biesenthal kaputt gemacht. So kann man sich nach und nach daran gewöhnen und zum Schluss wird nur noch abgenickt.

P.B.

Biesenthal

13.03.17, 16:31

@Prof.Dr.Klein
Sokrates lebte von 469 bis 399 v.Chr. Sokrates selbst hinterließ keine schriftlichen Werke. Die Überlieferung seines Lebens und Denkens beruht auf Schriften anderer. Jede Darstellung des historischen Sokrates und seiner Philosophie ist deshalb lückenhaft und mit Unsicherheiten verbunden. Das ist ihnen als Akademiker sicherlich bekannt. Wenn sie ihren zitierten Dialog an die Stadtverordneten von Biesenthal richten, dann bin ich sehr einverstanden. Ansonsten ist dieser Beitrag unpassend.
Es gibt auch andere Zitate von Sokrates: "Wer nichts weiß und weiß nicht, daß er nichts weiß, ist ein Tor – meide ihn. Wer nichts weiß und weiß, daß er nichts weiß, ist bescheiden – belehre ihn. Wer etwas weiß und weiß nicht, daß er etwas weiß, ist im Schlafe – wecke ihn. Wer etwas weiß und weiß, daß er etwas weiß, ist weise – folge ihm".

@Wolfgang, selbstverständlich sollen sie ihre Meinung äußern und diskutieren, das mach ich doch auch. So funktioniert das Forum.
Wenn in ihrem Umfeld zu diesem Thema breites Grinsen vorherrscht, dann ist das eine kleine Gruppe Unwissender oder Nutznießer.

Phillip

Biesenthal

13.03.17, 08:09

@ Prof. Dr. Klein
eine sehr altersmilde Sicht der Angelegenheit..... (Kompliment wer so nachsichtig mit seiner Umwelt sein kann, ehrlich!!!)
Allerdings, kann man mit dieser Sieblinie so ziemlich alle Angelegenheiten, weltliche wie religiöse, ins Banale und Triviale verbannen..... Aber ich habe Ihren Ansatz natürlich verstanden. Sicherlich verstehen Sie als Akademiker aber auch das es in dieser Angelegenheit einigen Erklärungsbedarf seitens der SVV gibt. Denn ich sehe, dass sich nur eine Partei (Die LInke) hier äussert, und das erstaunlich kritisch und deutlich, und der Rest die Angelegenheit wohl "Aussitzen" will...... und dieser Fakt bleibt in jedem dieser 3 Siebe hängen wie ein Tennisball im Nudelsieb.....

Prof. Dr. H. Klein

Berlin (ehemals Biesenthal)

12.03.17, 16:04

Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und sagte: "Höre Sokrates, das muss ich dir erzählen!"

"Halte ein!" - unterbrach ihn der Weise, "Hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"

"Drei Siebe?", frage der andere voller Verwunderung.

"Ja guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht: Das erste ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"

"Nein, ich hörte es erzählen und..."

" So, so! Aber sicher hast du es im zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst gut?"

Zögernd sagte der andere: "Nein, im Gegenteil..."

"Hm...", unterbracht ihn der Weise, "So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden. Ist es notwendig, dass du mir das erzählst?"

"Notwendig nun gerade nicht..."

"Also" sagte lächelnd der Weise, "wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit."

... Seid weise!

Philip

Biesenthal

11.03.17, 19:21

@ Wolfgang
Ist ja gut, dass darüber gelacht wird. Humor ist wenn man trotzdem lacht. Ich persönlich werde meine Lehre aus diesem Geschehen ziehen und wenn ich mal ein Problem mit dem Fällen eines Baumes habe oder eine zweifelhafte Bebauung vornehmen lassen will, dann lade ich einfach die Gentleman zu mir nach Hause ein und dann werden wir schon eine Übereinkunft finden...... man muss halt nur wissen wie es jetzt in Biesenthal läuft. Leben und Leben lassen......

Wolfgang

10.03.17, 22:02

@all Entschuldigung. Ich möchte niemanden verärgern oder etwas naiv umdeuten.
Es ist mir auch nicht "sch...egal was um mich herum geschieht".
Ich wollte doch nur meine eigene Meinung äußern und ich kenne auch selbstverständlich die Wehrmühle.
Das lustige ist, wenn ich in meinem Umfeld dieses Forum-Thema in Biesenthal anspreche, gibt es immer die gleiche Reaktion. = ein breites Grinsen.

also ich bitte noch vielmals der kleinen Gruppe hier um Entschuldigung.

Margitta Mächtig

Biesenthal

06.03.17, 12:18

Frau Bartlick, Naturschutzgebiete werden nach ihrer Schutzbedürftigkeit festgelegt. In diesem Falle gab es ja bei der Festlegung der Naturschutzgebiete bereits eine Bebauung des Wehrmühlengebietes. Diese sollte mit der Festschreibung von Naturschutzgebieten nicht "zurückgebaut" werden, sondern wurde respektiert. Die Maßstäbe für die Festschreibung von Naturschutzgebieten finden Sie ganz gut in Wikipedia beschrieben.
Die Aufgabe, die wir nun haben, ist einzuschätzen, welche Entwicklung wir insgesamt in und für die Stadt wollen und zu beurteilen, ob die schutzwürdigen Bedingungen für ein Naturschutzgebiet höher einzuschätzen sind, als die Interessen eines Investors oder nicht. Das müssen wir tun, nicht mehr und nicht weniger.

Ilona Bartlick

Wehrmühlenweg 7

05.03.17, 16:42

OK verstanden=)

Aber kann mir mal einer erklären wie es sein kann das ein Teil der Wehrmühle Naturschutzgebiet ist und ein Teil wieder nicht. Entweder man erklärt ein gebiet als Naturschutz oder nicht. Aber nicht nur Teile wie man es eben braucht.

Phillip

Biesenthal

04.03.17, 20:42

@Ilona
Wolfgang weiß ganz genau das es hier nicht um Neid oder Missgunst oder die Ablehnung des heiligen Fortschritts geht......
Er hat halt nur auf eine ganz alte Art und Weise versucht die Ausgangslage und die aktuelle Situation zu verdrehen um von dem eigentlichen Vorgang abzulenken. Er hat Begriffe verwendet die negativ besetzt sind um der Sache den Anschein zu geben das jeder ein neidischer, notorisch unzufriedener Querulant ist der nur schlechtes für Biesenthal will wenn er gegen die wehrmühle Baupläne argumentiert. Im Grunde genommen typische Politiker Sprache. Kein Grund um sich aufzuregen.

MK

04.03.17, 20:24

Wenn man sich als „Naturparkstadt“ bezeichnet, ist es wenig sinnvoll ein Naturschutzgebiet zu bebauen, liebe Verantwortlichen.

@ Wolfgang: Was hat das mit Weiterentwicklung zu tun, wenn man dafür ein Naturschutzgebiet Mut Willich zerstören muss?! Das ganze Projekt, welches Herrn Hecken in der Wehrmühle vorhat, hat schon gar nichts mit Missgunst und erst recht nicht mit Neid zu tun. Dass man das den Leuten, die dagegen sind, unterstellt ist eine pure Frechheit! Und was hat das mit Schade armes Deutschland zu tun? Bei solchen aussagen, ist die Frage, ob du die Wehrmühle als solches überhaupt kennst.

Ilona Bartlick

Wehrmühlenweg 7

04.03.17, 18:20

Hallo Wolfgang

Ich bin richtig sauer. Kennst Du die Wehrmühle??? es geht doch hier nicht um Neid!!!! Es geht um Natur die man zerstören will....

P.B.

Biesenthal

03.03.17, 11:01

@Karl, deine berechtigte Frage kann nur ein beteiligter Stadtverordeter der Naturparkstadt Biesenthal beantworten. Das wird wegen fehlendem Mut nicht geschehen.
@Daniel Groß, als Mitglied vom Bauausschuß, öffentlich Stellung zu beziehen ist mutig. Es zeigt aber auch die ganze Misere unserer Abgeordneten und dessen Kommunalpolitik. Biesenthal hat als Stadt im Jahr 2004 die Auszeichnung "Naturparkstadt" erhalten. Als Bürger dieser Stadt kann ich doch verlangen, daß Abgeordnete der "Naturparkstadt" Biesenthal, das im Herzen des Naturparks Barnim liegt, sich einsetzen daß die Natur für nachfolgende Generationen erhalten bleibt und nicht zerstört wird.
@Wolfgang, es ist immer das gleiche. Es gibt immer Menschen denen ist das sch...egal was um sie herum geschieht. Eins ist jedoch sicher, Natur bebauen und damit zerstören ist mit Sicherheit nicht zukunftsorientiert.

Phillip

Biesenthal

02.03.17, 10:00

@Wolfgang: naiver kann man die Situation gar nicht umdeuten.....

Karl

02.03.17, 09:43

Ein Naturschutzgebiet zu bebauen ist doch keine Weiterentwicklung sondern eine Zerstörung die nicht rückgängig gemacht werden kann. Und was meine Frage betrifft, keine Antwort ist auch eine Antwort.

Wolfgang

01.03.17, 21:04

Es ist immer das gleiche. Egal in welcher Stadt gibts 2-3 Querulanten die mit Missgunst und teilweise Neid sich einer Weiterentwicklung in den Weg stellen.
Da hat endlich mal jemand den Mumm einen Ort attraktiver zukunftsorientierterer zu gestalten und es muss nur negativ argumentiert werden.

Schade, armes Deutschland.

Karl

27.02.17, 09:09

Hallo,

Ist es in Biesenthal üblich, das man sich am Vortag einer Abstimmung in geselliger Runde zuhause trifft ?

Holger

Biesenthal

24.02.17, 17:16

Vielen Dank für die tollen Zeilen Herr Groß. In der Stadt für die Stadt.... hört sich richtig gut an. Wir Bürger hatten viel Kritik an der geplanten Vergrößerung von TZMO. Hatten viele Fragen und gaben viele Anregungen, nur gehört würden wir nicht. Haben Sie sich für die Bewohner der Stadt eingesetzt?
Aus der Zeitung war zu lesen, dass es der 2. Anlauf von Herrn Hecken ist. Der 1. wurde wohl durch die Stadt genehmigt, aber nicht durch den Landkreis. Ging es damals nicht um knapp 7 Hektar? Waren Sie damals auch dagegen?

Daniel Groß

24.02.17, 12:10

Hallo in diese Diskussionsrunde,
ich persönlich habe lange überlegt, ob es sinnvoll bzw. ratsam ist, sich zu diesem Thema zum jetzigen Zeitpunkt zu äußern ... denn Fakt ist doch, dass der Aufstellungsbeschluss zur Bebauung der Wehrmühle leider mehrheitlich beschlossen wurde.
Warum leider?
Weil keiner sich ausreichend Gedanken über dieses Projekt und damit verbunden auch über mögliche Folgen für die Stadt machen konnte.
Das ist für mich das ärgerliche und macht mich nachdenklich.
Ich kann nur an jeden einzelnen "Offiziellen" bzw. Stadtverordneten appellieren, sich mit diesem Thema und auch mit zukünftigen Vorhaben intensiv, sachlich und fachlich richtig zu beschäftigen und auseinanderzusetzen!
Warum macht mich das ganze aber so nachdenklich?
Nicht nur, das eine so schwerwiegende Entscheidung so schnell getroffen wurde.
Nein, wir haben im Bauausschuss das Thema kurz angerissen und mit Verweis auf die Leitbild Diskussion verlegt. Im Hauptausschuss wurde nur beschlossen, dass Herr Hecken sein Vorhaben in der Stadtverordnetenversammlung vortragen kann.
Wenige Tage vor der SVV wurden wir dann aber über den Tagesordnungspunkt "Aufstellungsbeschluss" informiert.
Ich habe wirklich große Achtung vor der engagierten Arbeit etlicher Abgeordneter.
Aber wenn diese Arbeitsweise zukünftig der Stil unserer Zusammenarbeit sein soll, macht mich das sehr nachdenklich und ich bin enttäuscht.
Bei aller Enttäuschung steht für mich eines fest und ich kann gewiss versprechen... ich werde jetzt noch genauer hinschauen und mich auch für die berechtigten Fragen, Kritiken und Anregungen der Bewohner einsetzen.

"In der Stadt und für die Stadt"

Phillip

Biesenthal

22.02.17, 17:21

Also was mich an der Sache nachdenklich stimmt, ist die Behauptung, dass es angeblich am Vorabend der Entscheidung beim Herrn H. ein Treffen mit den Leuten gab die am nächsten Tag wohlwollend zugunsten Herrn H. entschieden haben.... selbst wenn an diesem Abend nur Skat oder Schach gespielt wurde und keinerlei Absprachen zu dieser Angelegenheit gemacht wurden, so bleibt doch ein ganz ekelhafter Nachgeschmack bei der Sache. Oder ist es in Biesenthal üblich das solche oder ähnliche Angelegenheiten am Vorabend beim Antragsteller unter "Gentleman" besprochen werden??? Sich in solch eine verfängliche und peinliche Situation zu begeben sollte jedem Amtsmann(frau) ein Graus sein. dabei bin ich doch so stolz auf das bisher erreichte in Biesenthal. .... bitte enttäuscht mich nicht, Leute.

Margitta Mächtig

Biesenthal

21.02.17, 22:37

Hallo Phillip, sicher werden sich zu gegebener Zeit auch weitere Stadtverordnete zu Wort melden, oder wen meinen Sie mit "offizielle der Stadt"? Den Bürgermeister? Natürlich wäre die Diskussion interessanter, wenn sich auch Jene zu Wort melden, die diesem Aufstellungsbeschluss zugestimmt haben, weil dann die FÜR und WIDER fachlich, sachlich diskutiert werden können.
Was mich momentan bewegt ist die Formulierung "Abrundung dieser Splittersiedlung". Und die bisherigen Wortmeldungen machen es ja deutlich, diese Siedlung hat in ihrer jetzigen Beschaffenheit noch hinreichende Potenziale zur Sanierung und damit der Kleinodgestaltung. Dazu gehört zweifelsfrei das Hauptgebäude mit seiner Fassade ebenso wie das Nebengebäude. Auch eine Aufwertung der bereits vorhandenen bebauten Flächen läßt hinreichende Initiativen zu.
Die Frage, die wir Biesenthaler uns stellen sollten ist doch, ob und welchen Sinn es macht hier weitere Wohnbebauung zuzulassen, die zu deutlich mehr Daseinsaufgaben auch der Stadt führen werden.
Und damit verbindet sich zwangsläufig die Aufgabe der Stadt darüber nachzudenken, welche Entwicklung wollen wir für unsere Naturparkstadt?
Diese Frage soll die öffentliche Diskussion um ein Leitbild für die Stadt beantworten, zu der ich schon heute alle Biesenthalerinnen und Biesenthaler einlade. Ohne die Beantwortung dieser Frage werden wir lediglich zu Einzellösungen, -entscheidungen nach jeweiliger Antragslage kommen, ohne eine eigene Vision für die Zukunft der Stadt verfolgen zu können.
Wir sind also alle gefragt, nicht nur "die Offiziellen".

Ilona Bartlick

Wehrmühlenweg 7

18.02.17, 13:18

Man, man lässt doch mal die schöne Wehrmühle mit all Ihrer Natur und Tieren in Ruhe. Schon mal überlegt warum es in der Wehrmühle 2 Abrisshäuser gibt? Weil Herr Hecken 14 Jahre nichts machen ließ? Wäre es nicht angebrachter das er erstmal sein Haus in Ordnung bringt und die Fassade endlich machen lässt?
mfg Bewohner der Wehrmühle

Phillip

Biesenthal

18.02.17, 09:31

Wenn es der Wahrheit entspricht, dass sich eine selective Gruppe von Entscheidungsträgern bei Herrn H, abends getroffen hat um sich zu beraten, dann ist das entweder naiv oder .............. (naja. lieber nicht ausschreiben).
Viel aussagekräftiger ist allerdings die Tatsache das sich bisher kein "offizieller" der Stadt hier dazu geäussert hat.
Vielleicht lässt sich ja alles ganz logisch und einfach aufklären.
Also ich denke mal das diese Angelegenheit noch Kreise ziehen wird.

P.B.

Biesenthal

17.02.17, 08:36

Kennt jemand die zugelassene Tragfähigkeit beider Brücken? Für mich ist das nicht ungewöhnlich wenn die Fahrbahndecke absackt..
Die bei uns eingesetzten Entsorgungsfahrzeuge haben ein Gesamtgewicht von 26t

P.B.

Biesenthal

17.02.17, 02:19

Endlich kommt die Diskussion in gang.
Wenn es stimmen sollte, daß ein Teil der SV mit dem Bürgermeister am Vorabend der Beschlußfassung sich bei Herrn Hecken trafen, dann ist der Verdacht der Beeinflussung sehr warscheinlich. Das ist für mich eine nicht zulässige Beeinflussung, die ich nur aus schlechten Filmen kenne. In diesen Filmen wird das als kriminell bezeichnet.
Welche Möglichkeiten gibt es, den Wahnsinn der unsinnigen Bebauung entgegen zu treten ?

@ Steffi, ich glaube auch, das das Flurstück 284 nicht Herrn Hecken gehört. Diese Häuser sind bewohnt und wurden mit einem großen Aufwand liebevoll hergerichtet. In seinem Planvorhaben im Schreiben vom 30.09.2016 steht jedoch, "Flurstück 284 vollständig, bebaut mit abrissreifen Wohnhaus und Nebenanlagen, im rechtsgültigen FNP (Flächennutzungs Plan) bereits Bestandteil des SO (Sondergebiet) Wehrmühle".
Auch Wehrmühlenweg 11 wird als baufälliges Wohnhaus und Nebenanlage, bezeichnet. Der Antrag von Herrn Hecken ist mit Unwahrheiten gespickt.und die SV bemerken das nicht ?

@ Mitbewohner der Wehrmühle haben meine volle Zustimmung.

Liebe Frau Mächtig, "aufspringenden Jubelorgien" kommt nicht von mir und ist nicht mein Wortschatz.

Margitta Mächtig

Biesenthal

16.02.17, 23:21

Lieber Herr PB, von aufspringenden Jubelorgien hörte ich nicht, also nehmen Sie die Sinnbildlichkeit dieses Satzes.
Liebe Mitbewohner der Wehrmühle,
ich kann Ihren Unmut verstehen, versichere aber, dass wir erst durch die Einladung zur SVV von den erneuten Bebauungsplänen von Herrn Hecken erfuhren. Und ich sehe die Diskussionen noch nicht am Ende.
Sie schrieben von einem Treffen von Abgeordneten bei Herrn Hecken am Vorabend der SVV. Nun, da meine Fraktionskollegen nicht eingeladen waren, ist es doch sicherlich nur ein Zufall, dass es Tags darauf mehrheitlich Zustimmung zu dessen Plänen gab. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. :-(
Wenn dieser Politikstil aber künftig die SVV bestimmen sollte, wird sich das Klima in der SVV verändern und damit wohl auch in der Stadt.
Statt der gemeinsamen Suche nach den richtigen Entscheidungen für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, wie es unter Thomas Kuther und André Stahl gang und gäbe war, jetzt individualinteressengeleitete Entscheidungen ohne Politikfolgeabschätzung? Das kann nicht gut sein für die Stadt und ihre Bewohner.
Der Beitrag der Mitbewohner der Wehrmühle macht das bereits jetzt deutlich.

Mitbewohner der Wehrmühle

Biesenthal

16.02.17, 19:20

Sehr geehrte Stadtverordnete,
die Sie dem Aufstellungsbeschluss zur „Abrundung“ des Wehrmühlenareals zustimmen,

warum haben Sie einen so folgenschweren Beschluss ohne Einbeziehung der Mitbewohner der Wehrmühle gefasst? Beim Treffen am Vorabend der Stadtverordnetenversammlung beim Herr Hecken zu Hause mit dem Bürgermeister und einigen Stadtverordneten (warum eigentlich nicht mit allen?),
wären wir auch gern dabei gewesen.
Auch wäre es schön gewesen, wenn Sie oder Herr Hecken uns über dieses Vorhaben informiert hätten. Unser schönes Fleckchen wird in einigen Jahren nicht wieder zu erkennen sein. Schon mit den jetzt geplanten Häusern wird
die Wehrmühlenbewohnerzahl um mehr als das sechsfache! steigen.
Und das wird erst der Anfang sein. Es ist doch erkennbar was hier passieren soll. Der Antrag auf eine großflächige Bebauung nach „Salamitaktik“ (Grund-)Stück für (Grund-)Stück.
Wer hier von einer sanften Bebauung oder „Abrundung“ redet, versucht zu täuschen, um es vorsichtig auszudrücken.
Bei 7 Häusern zweistöckige Vollgeschosser moderne Architektur für ca. 110 Anwohner!!!)
auf ein höher gelegenen Gelände in mitten eines Naturschutzgebietes, da fehlen uns die Worte.
Wer wird die dann benötigte neue Straße finanzieren und bauen?
Die Stadt auf Kosten aller? P.B. hat es ja schon benannt, die jetzige Straße ist zu schmal. Bereits jetzt ist es an schönen Wochenenden für uns mit dem Auto kaum ein Durchkommen. Denn da gehört die Straße den Spaziergängern und Fahrradfahrern. Auch wird es eine neue Straße am neuen Wohngebiet geben müssen, denn der alte Sandweg würde schon in der Bauphase seine Stabilität verlieren und anschließend nicht mehr passierbar sein.
Haben die Stadtverordneten, die meinen „dass endlich mal was passiert“ wie es in der MOZ stand, einen Augenblick darüber nachgedacht, welche Belastung es für verschiedene Bereiche der Stadt und nicht nur für die Wehrmühle hat?
Zum Beispiel darüber:
1. Wo sollen die ganzen Baufahrzeuge fahren?
Über die kleine Brücke (12t) wo die Fahrbahndecke schon seit längerer Zeit abgesagt ist? Über den Wehrmühlenweg Richtung Kläranlage, der selbst nur ein unbefestigter Feldweg ist?
Über die Kirschallee, dem unbefestigtem Feldweg und dem Fahrradweg, oder bauen wir noch eine Straße mitten in der Natur?
2. Wer hat über die höheren Anschlussbedarfe bei Wasser, Abwasser, Gas, Energie nachgedacht?
Zu wessen Lasten werden diese Aufgaben durchgeführt?
3. Wenn jetzt begonnen wird, das Kleinod der Wehrmühle zu zerstören, wer will dann fachlich begründen wo und wann künftige Anträge zur weiteren „Abrundung“ nicht mehr genehmigt werden sollen?
Wir sind sehr enttäuscht von den Stadtverordneten, die die unternehmerischen Interessen eines Grundstückseigentümers vor die Interessen für die Stadt und die weiteren Anwohner der Wehrmühle stellen.
Wollten wir nicht eine attraktive Naturparkstadt bleiben?
Wenn das ihr Verständnis davon ist, na dann...

Steffi

Biesenthal

16.02.17, 16:03

Das Flurstück 284 , ist auch nicht Herr Hecken sein Grundstück!!!!!!

Steffen Weber

Berlin

16.02.17, 07:56

Auf der Suche nach dem Protokoll der letzten Stadtverordnetenversammlung bin ich auf dieses Forum gestoßen. Ich war bei der letzten Stadtverordnetenversammlung wegen eines anderen Tagesordnungspunktes anwesend, der leider nicht im öffentlichen Teil behandelt wurde.
Dennoch habe ich die Diskussion um den Aufstellungsbeschluss sehr aufmerksam verfolgt, da ich aus beruflichen Gründen sehr viel mit B-Plänen zu tun habe.
Grundsätzlich sei erst einmal festzustellen, dass ein Aufstellungsbeschluss keinerlei Baurecht schafft. Baurecht wird durch einen B-Plan Satzungsbeschluss geschaffen. Bis dahin ist es für jeden Investor ein weiter Weg, da er sämtliche Untersuchungen, Vermessungen, frühzeitige Beteiligung der Behörden, frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung, Umweltprüfung etc. nicht nur abwarten, sondern auch bezahlen muss. Gegebenenfalls sind Abwägungen zu treffen, welche das Vorhaben unattraktiv oder nicht finanzierbar machen. Wichtige ist, dass die Gemeinde die Planungshoheit hat. Der Investor muss sich doch intensiv mit der Gemeinde abstimmen, um schlussendlich einen Satzungsbeschluss zu erhalten.

Wie gesagt, ich habe die Diskussion aufmerksam verfolgt und konnte feststellen, dass lediglich ein älterer Herr das Projekt kritisch hinterfragte. Eine kleine Anzahl von Abgeordneten betonte extra, dass sie gegen das Projekt nichts einzuwenden hätten, jedoch erst eine Leitbilddiskussion zur weiteren Entwicklung von Biesenthal abwarten möchten. Jubeln jedoch, habe ich dort keinen gesehen.

Hendrik

Biesenthal

15.02.17, 12:42

Hallo Philip

Ja die meisten Abgeordneten waren über aus begeistert von der Idee in den Eingang zum Naturpark Häuser bauen zu lassen, einige kritische Stimmen ausgenommen. "Endlich wird in die Natur investiert"

Mfg

Phillip

Biesenthal

14.02.17, 19:05

@Frau Mächtig

Ist die Umschreibung "jubelnd zugestimmt haben" nur sinnbildlich oder haben sich
einige Abgeordnete tatsächlich begeistert von der Idee der Bebauung gezeigt????

MfG.

P.B.

Biesenthal

14.02.17, 17:54

Liebe Frau Mächtig, ich habe schon erkannt, daß nicht alle SV diesem Beschluß zugestimmt haben. Daher sprach ich auch von den "meisten Stadtverordeten" und wen ich nicht mehr wählen kann.
Es freut mich wenigsten von einigen Promis aus Biesenthal Zustimmung zu bekommen.

Margitta Mächtig

Biesenthal

14.02.17, 13:42

Lieber PB, es waren nicht alle Stadtverordneten, die diesem Vorhaben jubelnd ihre Zustimmung gaben!!!

P.B.

Biesenthal

13.02.17, 14:05

"Machen wir endlich Nägel mit Köpfen", so war es am Wochenende in der MOZ zu lesen. Biesenthaler Stadtverordnete geben grünes Licht für die Entwicklung des Geländes an der Wehrmühle. Die Stadtverordneten billigen eine vorsätzliche Zerstörung des Landschaftsbildes und Naturraumes. Aus meiner Sicht hat die Gier über Vernunft und Naturschutz gesiegt. Eine der Folgen wird sein, der Rundwanderweg von der Kirchallee über Wehrmühle zum Schlossberg wird in naher Zukunft ausgebaut. Spaziergänger müssen heute schon ins Gelände hopsten um den Autos die Vorfahrt zu gewähren.
Zunächst geht es erst einmal um das erstellen eines Bebauungsplanes. Die Tatsache, daß der Bauausschuß und Hauptausschuß noch beraten und entscheiden muß, ist aus meiner Sicht nur Makelatur. Dh. die Weichen sind bereits gestellt. Ist das neue Siedlungsgebiet erst einmal realisiert, wird es nicht lange dauern bis der Waldweg Richtung Wukensee für die Durchfahrt von PKW's befestigt wird. So wird Stück für Stück Natur von und gegen die Menschen zerstört. Das ist sehr bedauerlich. Dank der MOZ weiß ich nun wen ich in Zukunft nicht mehr wählen werde. Den meisten der Stadtverordneten schlägt das Herz nicht für Biesenthal und wenn doch, dann in die falsche Richtung. Ich bin sehr enttäuscht und bin immernoch überrascht, daß dieses Thema in der Öffendlichkeit zu wenig zur Kenntnis genommen wird.
@Herr Hecken, ich laufe sehr oft in unregelmäßigen Abständen an ihrem Haus vorbei. Ich weiß und mir ist auch bewust was sie in den letzten 14 Jahren für unseren Ort geleistet haben. Dennoch bitte ich zu respektieren, Kritik äußern zu dürfen. Das alte Getreidelager als Gastronomie- und Veranstaltungsort zu nutzen finde ich gut. Wenn ich ihren B-Plan richtig lese, wollen sie das Flurstück 284 komplett beräumen. Ist das nicht bewohnt?
"Die Wehrmühle ist ein ruhiger Ort inmitten einer sehr intakten Natur mit sehr viel positiver Energie. Genau dies wird dieser Ort auch bleiben." Das sind ihre Wort, leider fehlt mir der Glaube dazu.

Margitta Mächtig

Biesenthal

10.02.17, 18:22

Nun ist die SVV Geschichte und mehrheitlich, so musste ich hören, wurde einem vorliegenden "Bebauungsplan „Abrundung Wehrmühle“, einschl. 5. Änderung des Flächennutzungsplanes - Aufstellungsbeschluss – zugestimmt. Leider war ich beruflich an der Teilnahme der SVV gehindert. Ich kann meine Kollegen, die diesem Beschluss zustimmten, nicht verstehen. Nicht nur, dass wir im vergangenen Jahr in der SVV beschlossen, ein Leitbild für die Stadt zu entwickeln, welches sich mit den Entwicklungspotenzialen der Stadt befassen soll, und die -trotz vorliegendem Entwurf der Fraktion DIE LINKE- durch die anderen Fraktionen noch nicht aufgenommen wurde, sondern auch die Tatsache, dass wohl einiges baurechtliches Unverständnis dieser Zustimmung zugrunde liegt, macht mich nachdenklich.
Schauen wir ins Gesetz. In diesem Fall ins Baugesetzbuch. Schon im § 1 heißt es "(3) Die Gemeinden haben die Bauleitpläne aufzustellen, sobald und soweit es für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erforderlich ist."
Wie wurde also diese Erforderlichkeit begründet?
Absatz 5 des gleichen Paragraphen gibt uns auf den Weg:
"(5) Die Bauleitpläne sollen eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen auch in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen miteinander in Einklang bringt, und eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung gewährleisten. Sie sollen dazu beitragen, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und zu entwickeln sowie den Klimaschutz und die Klimaanpassung, insbesondere auch in der Stadtentwicklung, zu fördern, sowie die städtebauliche Gestalt und das Orts- und Landschaftsbild baukulturell zu erhalten und zu entwickeln. Hierzu soll die städtebauliche Entwicklung vorrangig durch Maßnahmen der Innenentwicklung erfolgen."
Es ist doch die Frage zu stellen, ob die Ziele des vorliegenden Bebauungsplanes tatsächlich mit diesen Zielen des Gesetzes vereinbar sind?
Die Tatsache, dass diese kleine Siedlung im Außenbereich liegt, erfordert besondere Behutsamkeit bei Überlegungen weiterer Entwicklungen.
Es ist eine kleine Splittersiedlung, die als Kleinod an der Finow erhalten bleiben sollte. Zweistöckige Neubauten in welcher Kurator auch immer würde eben dieser Kleinsiedlung das Besondere nehmen. Ganz abgesehen von den Folgeabschätzungen einer solchen Entscheidung. So steht z.B. die Frage, wenn wir mit der Ausweitung dieser Splittersiedlung beginnen, wie lange dauert es dann, bis wir über die Bebauung des Wehrmühlenweges in seiner Fortführung Richtung Klärwerk reden?
Ich habe ja Verständnis dafür, dass es Bemühungen gibt einem aktiven Unternehmer den hiesigen Standort dauerhaft annehmlich zu machen. Dies darf aber nicht den städtebaulichen Entwicklungen entgegenstehen.
Diese Abwägungen wurden aus meiner Sicht in der Diskussion unzureichend berücksichtigt, was ich für das Entscheidungsgremium der Stadt fatal finde.
Aber auch Fragen der öffentlichen Daseinsvorsorge wären dann neu zu denken.
Diese Entscheidung, aber auch die Überlegungen weitere Wohnbebauungsgebiete in der Stadt auszuweisen und mit Bebauungsplänen zu beschließen zeigen, die Diskussion um ein Leitbild zur Entwicklung der Stadt Biesenthal sollte schnell beginnen, damit mit Blick in die Zukunft der Stadt als ganzes entschieden wird.

André Stahl

Biesenthal

09.02.17, 21:00

Eine städtebauliche Festigung des eigentlichen Standortes Wehrmühle halte ich für vertretbar. Die Ausweitung für Wohn oder Wochenendnutzung in der Umgebung halte ich für ein städtebauliches Verbrechen. Es ist mir nicht gelungen, auch nur ein einziges gemeindliches Interesse zu finden, warum hier eine Bebauung erfolgen soll. Ausschließlich die Verwertungsinteressen eines Eigentümers dürften wohl nicht reichen, um den einzigartigen Blick in diesen Naturraum zu verbauen. Städtebaulich ist es nicht nur die Verfestigung sondern die Ausweitung einer Splittersiedlung. Wenn die Landesplanung so etwas mitträgt, kann dort nur ein Dilettant am Werke sein. Jedenfalls kann meiner Meinung nach eine Stadtverordnetenversammlung nicht wirklich eine vorsätzliche Zerstörung des Landschaftsbildes und Naturraumes wollen.

P.B.

Biesenthal

05.02.17, 17:26

@Lutz ich kann ihre Gedankengänge folgen und stimme ihnen zu. Kurios ist, das die Beschlußvorlage für den 09.02.2017 in Internet heute nicht mehr abrufbar ist. Da hat wohl einer einen Fehler gemacht? Egal.

Herr Hecken, ich schätze ihre Aktivitäten für unsere Stadt und möchte hier auch kein "Kriegsbeil" ausgraben. Das Wort "brutal" entsteht aus dem Zeitungsartikel und fehlenden Hintergrundinformationen. Im Zeitungsartikel wird von 12.600 m2 geschrieben, sie sagen jetzt, es sind 8.800 m2. Im Artikel stehen auch andere Zahlen zu den Größen der Grundstücke. Daher auch die geschätzten Zahlen der Grundstücke von mir. Jetzt weiß ich das ihre Planungen noch garnicht soweit sind. Aber irgend jemand muß doch die Zahlen an die Presse weiter gegeben haben.
Beherbergung und Gastronomie kann ich mir gut vorstellen. Alles andere ist nur im kleinsten Maße für mich erträglich. Ich weiß das die Welt sich weiter dreht und die weitere Entwicklung sich nicht aufhalten läßt. Gerade deshalb bitte ich mit unserer schönen Natur sorgsam umzugehen. Zumal das Gebiet um die Wehrmühle Anfang der 60iger Jahre ein beliebter Spielplatz für mich war.
In diesem Sinne bleibe ich ein aufmerksamer Beobachter ihres gut gemeinten Projektes.

Michael Hecken

Biesenthal

05.02.17, 13:01

Hallo P.B

Wie kommen Sie bitte auf die astronomische Zahl von 180-240 Baugrundstücken? Dann wäre jedes Grundstück 70-52m2 groß?

Geplant ist eine stilvolle Bebauung die mit dem Ort im Einklang ist, der die vorhandene Baustruktur sinnvoll ergänzt und dabei der Natur nicht schadet. Etwa 1/3 der Fläche ist bereits bebaut. 8800m2 kämen noch dazu, wobei die Grundstücksgröße je Haus deutlich über 1000m2 liegen wird. Das ist aber alles eine Frage der Architektur und würde im Bebauungsplan sehr klar definiert werden, soweit sind wir aber noch gar nicht.

Es geht darum die Wehrmühle ausgewogen weiter zu entwickeln. Dies alles entstünde, wenn die Stadt denn zustimmt, über einen Bebauungsplan der dann im laufe des Jahres zu entwickeln wäre. Dieser würde eng mit der Stadt abgestimmt und öffentlich einsichtig sein, es wird also genügend Zeit sein für die von Ihnen angesprochene öffentliche Meinungsbildung. Im aktuellen Flächennutzungsplan (von 1990) ist die Wehrmühle und die Siedlung ein Sondergebiet für Beherbergung und Gastronomie.

Etwas geärgert habe ich mich lediglich über das Wort „Brutal“ in Ihrem schreiben. Ein solches Adjektiv passt nun wirklich weder zu uns noch zu dem Projekt Wehrmühle welches wir seid nun 14 Jahren behutsam versuchen nach vorne zu bekommen. Sie können mich gerne einmal besuchen kommen und sich ein Bild davon machen. Einfach mal anklopfen.

Die Wehrmühle ist ein ruhiger Ort inmitten einer sehr intakten Natur mit sehr viel positiver Energie. Genau dies wird dieser Ort auch bleiben.

Lutz

Biesenthal

05.02.17, 10:42

@P.B.: In der Tat interessiere ich mich für die Entwicklung Biesenthals (seit 20 Jahren meine Heimatstadt). Da ich noch nie Zeit hatte, die öffentlichen Sitzungen zu besuchen, versuche ich mich über das Ratsinformationssystem einigermaßen auf dem Laufenden zu halten. Wie ich es sehe, bezieht sich die Beschlussvorlage nur auf das AUFSTELLEN des Planes, d.h. die Erarbeitung eines Entwurfes, der dann später öffentlich ausgelegt werden muss.

Die Haltung des Bauausschusses, der eher für die Zurückstellung des Beschlusses zu sein scheint, finde ich vernünftig, Die Erarbeitung eines "Leitbildes", d.h. die Formulierung der Entwicklungsziele (z.B. in Bezug auf das Wachstum der Einwohnerzahl), sollte zuerst erfolgen. Die Diskussion darüber finde ich wichtig, weil ich auch diesen Konflikt sehe: Mehr Einwohner erhöhen einerseits die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit der Stadt, bergen aber auch die Gefahr, den Charakter Biesenthals (negativ) zu verändern.

P.B.

Biesenthal

04.02.17, 19:07

@Lutz herzlichen Dank für ihre aufklärenen Hinweise.
Die schnelle Reaktion und ihr Insiderwissen zeigen mir, sie sind sehr gut mit der Kommunalpolitik in Biesenthal vertraut. Das ist gut so.
Wenn ich in der Beschlußvorlage zur Sitzung der Stadtverordetenversammlung am 09.02.2017, bereits am 03.02.2017, eine Absichtserklärung zu einem Bebauungsplanes erkenne, dann bleibe ich skeptisch. Eine öffentliche Meinungsbildung nach einer Beschlußfassung ist leider meist zu spät.

Lutz

Biesenthal

04.02.17, 12:57

Eine massive Bebauung des Gebietes um die Wehrmühle fände ich ebenfalls bedenklich. Da aber erst beraten werden soll, ob überhaupt ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll, ist noch Zeit für die öffentliche Meinungsbildung.
(Der letzte Absatz im MOZ-Artikel lautet: "Während der Hauptausschuss der Biesenthaler Stadtverordnetenversammlung seine Zustimmung zu der Vorlage signalisierte, hielt sich der Bauausschuss in seinem Votum noch zurück. Wie es in dem Beschlusstext heißt, empfiehlt der Ausschuss mit dem Hinweis auf die Erarbeitung eines Leitbildes für die Stadt Biesenthal vorerst noch die Zurückstellung der Entscheidung. Der Antrag steht jedenfalls auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung am 9. Februar um 19 Uhr in der Grundschule am Pfefferberg.")
Allerdings sind größere Teilflächen des Planungsgebietes (siehe Anlage zur Einladung im Ratsinformationssystem www.amt-biesenthal-barnim.de/ris/instanz_2/index.htm) bereits bebaut.

P.B.

Biesenthal

03.02.17, 17:08

Dass unser kleines liebenswertes altes ehemaliges Ackerbauer-Städtchen Biesenthal sich immer weiter entwickelt und mehr Zuspruch durch Anwachsen der Bevölkerung erhält, kann ich nur begrüßen.
Wenn ich aber in der MOZ vom 3.Februar 2017 lesen muß, dass um die Wehrmühle herum 12.600 Quadratmeter zum "Wohnen und Freizeitwohnen" bereitgestellt werden soll, wobei die Errichtung von zwei Vollgeschossen möglich sein soll und die Stadtverordneten bereits grünes Licht gegeben haben, frage ich mich, ist das ein Aprilscherz?
Hier soll eine der schönsten Naturlandschaften von Biesenthal, rechts und links im Tal der Finow, brutal zugebaut werden. Das sind Naturlandschaften für die die Touristen nach Biesenthal kommen.
Die seit dem 14. Jahrhundert bestehende Wehrmühle mit den überschaubaren Wohnhäusern verliert seinen Scharm und Charakter. Bei diesen Gedanken bekomme ich als Alt-Biesenthaler Herzrasen.
Was bedeutet das? Auf diesem Baugelände entstehen etwa 180-240 Baugrundstücke. Die Zufahrtsstraßen reichen dann nicht aus. Eine zweispurige Staße ist dann notwendig und der Wehrmühlenweg wird asphaltiert. Und das alles in mitten der schönsten Naturlandschaften nicht nur von Biesenthal.
Herrn Hecken kann ich gut verstehen, er sucht Möglichkeiten sein Land zu vermarkten. Herr Hecken seien sie bitte etwas bescheidener. Die Stadtverordneten von Biesenthal kann ich überhaupt nicht verstehen. Es gibt in Biesenthal noch genug geeignetere Bauflächen.
Warum formiert sich kein Widerstand? Wo bleiben die Naturfreunde?

P.B.