Forum

Bahn um Berlin herum neu organisieren

Lutz

Biesenthal

03.09.17, 16:27

Der MOZ vom 26.08. war zu entnehmen, dass der Kreis die Ergebnisse der Korridoruntersuchungen des VBB für den Bahnverkehr im Barnim kritisch sieht. Dem möchte ich zustimmen: Auf der Regionalkonferenz in Angermünde wurde dargestellt, dass der prognostizierte Zuwachs der Fahrgastzahlen zwischen Berlin und Eberswalde im Jahr 2030 20% bezogen auf 2013 beträgt (www.mil.brandenburg.de/media_fast/4055/170616_Regionaldialog_Angermünde.pdf, Folie 8). Dies bedeutet einen jährlichen Zuwachs von nur 1%. Ich denke, dass dieser Wert nicht plausibel ist und wohl größer angesetzt werden muss, insbesondere da der Siedlungsdruck auf die „Städte der zweiten Reihe“ (hier Eberswalde und Angermünde, auch in Biesenthal zu bemerken) jetzt erst beginnt.

Aus Biesenthaler Sicht ist jedoch der Beitrag des Ministeriums interessanter (www.mil.brandenburg.de/media_fast/4055/Regiodialog LNVP 2017dh (NO)_aktualisiert.pdf, Folie 9): Auch für die RB24, die noch in diesem Jahr neu ausgeschrieben werden soll (Folien 7-8), wird eine Nachfragesteigerung von 20% prognostiziert. Das Ministerium schlussfolgert daraus, größere Fahrzeuge zu bestellen. Ich denke, dass dann in den Nebenzeiten noch mehr warme Luft durch den Barnim transportiert wird, während eine Verbindung von Melchow, Biesenthal und Rüdnitz nach Berlin ohne Umweg für weitere 15 Jahre verhindert wird. Ich kann mir vorstellen, dass es wirtschaftlicher ist, stattdessen in den Hauptverkehrszeiten zusätzliche Fahrten von Eberswalde nach Südkreuz mit allen Zwischenhalten zu bestellen, da dadurch den tatsächlichen Fahrgastströmen besser entsprochen wird. Diese zusätzlichen Fahrten lassen sich dann auch günstig mit dem vom Landrat geforderten sofortigen 30-Minutentakt von Berlin nach Angermünde verbinden.

P.S. Den Folien von Herrn Dill (erster Beitrag, Link s.o.) kann man entnehmen, dass für den VBB eine Direktverbindung von Biesenthal nach Berlin nach wie vor jenseits jeglicher Vorstellung ist. Später (neuer Verkehrsvertrag der Nord-Süd-Linien ab 2026?!) könnte wenigstens die Umsteigebeziehung zwischen RE3 und RB24 in Bernau wieder verbessert werden (Folie 15, „Mitfall“).

Lutz

Biesenthal

03.05.17, 18:45

Versteht jemand, was Herr Zierke in seinem Gespräch in der Möbelfolie mit seiner Idee, Bahn durch Bus zu ersetzen, meint? In der MOZ kann man u.a. lesen:

«Trotzdem beklagt sie Stefan Zierke und Biesenthal-Barnims Amtsdirektor André Nedlin gegenüber, dass die Verkehrsbedingungen in der Region nicht die besten seien. "Unsere Gäste und Kunden kommen in Bernau an und zum Schluss müssen wir sie abholen", sagt sie und verweist darauf, dass der Regionalexpress nicht immer in Biesenthal halte.

"Da muss unbedingt etwas geschehen", kommentiert Stefan Zierke. Die Züge bräuchten in der Summe allerdings viel länger, würden sie immer an jedem kleinen Bahnhof halten. "Die Prenzlauer oder Stralsunder fahren dann wahrscheinlich eher mit dem Auto als mit dem Zug." Eine Idee sei, die Züge durchfahren und dafür Busse überall halten zu lassen.» (MOZ 03.05.2017)

Wolf

Biesenthal

22.03.17, 11:15

Die Landtagsfraktion der CDU hat eine interessante Studie "Berlin und Brandenburg – Zug um Zug besser verbunden. Entwicklungsstrategie für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV)" erstellen lassen. Ich denke, das sollte eine breitere Resonanz erfahren,

Wolf

Lange Studie:

waa.ai/jbVt

oder kurz in der Morgenpost:

waa.ai/jbVJ