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naturnahe Gärten in Biesenthal

Saskia

Biesenthal

30.04.20, 16:43

Hallot! Treib mich hier normalerweise nicht rum, war ein Hinweis meines Mannes. Wir wohnen in der Bahnhofstraße, bei uns wimmelt es, und ich liebe es. Und ich liebe Diversität! Ich denke auch, dass in einer Naturparkstadt mehr Naturschutz vermittelt werden könnte, bin aber kein Fan des erhobenen Zeigefingers! Ab und zu Austausch wäre schön! Ich denke, ich bin kein Laie mehr, lerne aber gerne viel dazu. Vielleicht Kontakt über Email? Liebe Grüße

Elisabeth Eschmann

Tannenweg 9

24.04.20, 09:39

Liebe Biesenthaler,

Als ich vor drei Jahren nach Biesenthal gezogen bin, musste ich als erstes in einer Stadt, die sich Naturparkstadt nennt, erleben, wie im Juni in der Bahnhofstraße unter den Linden hunderte von toten Hummeln lagen. Sie waren verhungert, Hummeln sterben natürlicherweise erst im Spätsommer bzw. Herbst.
Es ist nachgewiesen, dass Hummeln schon völlig unterernährt an den Lindenblüten erscheinen und es dort nicht für alle genügend Nahrung gibt.
Seit wir noch im selben Jahr angefangen haben, einen naturnahen Garten anzulegen, sah ich ab dem nächsten Jahr keine einzige tote Hummel mehr in der Bahnhofstraße, dafür unzählige Hummeln, Bienen und Schmetterlinge in unserem Garten.

Ich finde, dass die Bezeichnung „Naturparkstadt“ nicht einfach nur eine Bezeichnung sein sollte, sondern für uns Biesenthaler auch Verpflichtung.

Wo sollen wir unseren Kindern und Enkeln die Schönheit einer Blumenwiese zeigen, wenn es keine mehr gibt? Die meisten Gärten bestehen nur aus Rasen, Kirschlorbeer oder Koniferen-Hecken. Dabei gibt es unendlich viele Möglichkeiten, mit einfachen Mitteln und ohne viel Arbeit einen Garten anzulegen, in dem sich sowohl Menschen als auch Tiere wohl fühlen.
Ich habe mitten in einem kleinen Ort bei Angermünde ein großes Beet gesehen, welches bewachsen war mit allen Blumen, die normalerweise auf den Acker gehören, Kornblumen, Mohnblumen, Kamille usw. Es sah so wunderschön aus, ein Magnet für Urlauber, die staunend davor standen.
Es darf nicht sein, dass in Großstädten mehr Vögel leben als auf dem Land, weil sie hier kaum noch Überlebenschancen haben. Dagegen sollten wir gemeinsam etwas tun.

Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, in Abständen meine Erfahrungen und Kenntnisse mit Ihnen zu teilen. Um es vorweg zu nehmen, ich selbst bin ein absoluter Laie. Aber ich habe mich sehr viel mit dem Thema beschäftigt, zumindest in der Theorie, praktische Erfahrungen kommen im Laufe der Zeit von ganz allein. So schwer ist das alles gar nicht.

Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, in den nächsten Jahren in Biesenthal Gärten zu sehen, in denen sich auch unsere tierischen Mitbewohner wohl fühlen. So mag es passieren, dass ich nicht immer die richtigen Worte finde, vielleicht klingen sie manchmal belehrend. Es ist aber nie so gemeint, ich möchte mein Wissen nur gern mit Ihnen teilen. Und ganz bestimmt findet sich der eine oder andere, der mehr weiß als ich und kann im Forum darüber schreiben oder mich korrigieren. Das wäre schön.

Elisabeth Eschmann