Elisabeth Eschmann
|
24.08.25, 16:35
Liebe Biesenthaler, ich habe beim NABU einen sehr traurigen Artikel gelesen, den ich hier in Teilen wiedergebe. Das Bild, was dazu veröffentlicht wurde, hat mich wirklich entsetzt, der Magen eines Weißstorches gefüllt mit Gummibändern. Manchmal kann man sich nicht vorstellen, was kleine Unüberlegtheiten für fürchterliche Folgen haben können. Nun, da wir darum wissen, können wir etwas ändern aufmerksamer sein. Vielen Dank dafür Elisabeth Eschmann
„Acht junge Weißstörche sind in Thüringen in diesem Jahr nachweislich durch verschluckte Gummibänder ums Leben gekommen. Die tatsächliche Zahl der Todesfälle dürfte noch höher liegen. Gummibänder und andere Kunststoffabfälle im Biomüll werden zunehmend zur tödlichen Gefahr für heimische Vogelarten.
Weißstörche verwechseln die Gummibänder mit Regenwürmern und fressen sie oder verfüttern sie an ihre Jungen. Die Überladung des Magens durch die unverdaulichen Gummibänder führt zu inneren Verletzungen, Organquetschungen und letztlich zu einem qualvollen Tod durch Herz-Kreislaufversagen. Ein besonders tragischer Fall: Bei einem toten Jungvogel wurden über 370 Gramm Gummibänder im Magen gefunden.
Das Problem ist nicht neu – und längst kein rein thüringisches. Bundesweit werden Gummibänder und Kunststoffteile zunehmend über den Biomüll entsorgt. Häufig gelangen sie über Kompostanlagen oder Felder, auf denen Kompost ausgebracht wird, in die Nahrungskette. Altstörche sammeln dort vermeintliche Nahrung und füttern ihre Jungen mit den gefährlichen Abfällen. Besonders häufig sind es Gemüse oder Schnittblumen, die mit Gummibändern gebündelt im Biomüll landen. Gummibänder und andere Kunststoffreste gehören nicht in den Biomüll, sondern in den Restmüll – besser noch: ganz darauf verzichten. Nicht nur Störche sind betroffen, auch andere Vogelarten, die Regenwürmer oder ähnliches fressen, können durch verschluckte Gummibänder sterben – oft unbemerkt in Hecken oder auf Feldern.“
|