Veranstaltungen

Wanderungen im Biesenthaler Becken 2021

Ob die Veranstaltungen stattfinden können, hängt von der Entwicklung der Corona-Situation ab. Es wird deshalb für alle Veranstaltungen um eine Anmeldung per E-Mail gebeten.

Sa 10. Juli
Wiesenmahd Gold­wiese

09:00–12:00 Uhr
Treffpunkt: Rastplatz Langerönner Weg
Leitung: Andreas Krone

Unsere heimischen Orchideen sind selten geworden, weil es kaum noch extensiv genutzte, ungedüngte Feucht­wiesen gibt. Die Goldwiese ist die wert­vollste und arten­reichste Wiese im Biesenthaler Becken, auf der noch mehrere Orchideen­arten wachsen.
Wer Lust hat kann versuchen die Handsense zu schwingen, hauptsächlich soll aber das Mahdgut von Hand von der Fläche beräumt werden. Arbeitsgeräte sind vor Ort, eigene Rechen, Forken und Sensen können mitgebracht werden.

© jggrz auf Pixabay
Fr 27. August
Batnight

19:30–21:00 Uhr
Treffpunkt: Rastplatz Langerönner Weg
Leitung: Carina Vogel

Fledermäuse nutzen die warmen Abende um Jagd auf Insekten zu machen. Zur Orientierung nutzen sie dabei Ultraschall-Laute, die für menschliche Ohren nicht hörbar sind. Mit einem sogenannten Fledermaus­detektor werden die Rufe auch für die Exkursions­teilnehmer hörbar gemacht. Die Abendwanderung ins Biesenthaler Becken wird von der Wild­biologin Carina Vogel geleitet und ist besonders für Kinder geeignet.

© Simon Berstecher auf Pixabay
So 10. Oktober
Herbstwanderung

10:00–13:00 Uhr
Treffpunkt: Hellmühle, Uli Schmidt-Hütte
Leitung: Andreas Krone

Die naturkundliche Herbstwanderung führt durch die abwechslungreiche Landschaft des Biesenthaler Beckens. Die Teilnehmer erfahren Interessantes über das Biesenthaler Becken und erhalten Anregungen zur Naturbeobachtung.

So 7. November
Dem Biber auf der Spur

10.00–13.00 Uhr
Treffpunkt: Rastplatz Langerönner Weg
Leitung: Andreas Krone

Der Biber hat sich in den letzten Jahren im Barnim stark ausgebreitet. Während er im Siedlungs­bereich oft Schäden verursacht, wirkt er in Natur­landschaften als Landschafts­gestalter. Die NABU-Wanderung führt in die Lebens­räume der Biber­familien im Biesenthaler Becken. Die Teilnehmer erhalten Informationen über die Biologie und Lebens­weise dieser interessanten Tierart und lernen die Biber­spuren am Wegesrand zu erkennen.

© skeeze auf Pixabay

Änderungen vorbehalten

Der Treffpunkt „Rastplatz Langerönner Weg“ liegt am Ende des Langerönner Wegs am Beginn des Naturschutzgebietes.
Die Wegstrecke beträgt je nach Veranstaltung 3 bis 7 km auf z. T. unbefestigten Wegen und Trampelpfaden. Erforderlich sind festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung.
Für alle Veranstaltungen gilt: Teilnahme auf eigene Gefahr, Kinder nur in Begleitung Erwachsener.

Weitere Informationen: Andreas Krone (0152 27400892, andreas_krone@t-online.de) und nabu-barnim.de

Naturparadies Biesenthaler Becken

Landschaft von der Eiszeit geformt

Das rund 1.000 Hektar große Biesenthaler Becken nördlich von Berlin wurde in der letzten Eiszeit geformt. Mit seinen wechselnden Mooren, unterschiedlichen Waldökosystemen, den zahlreichen kleinen naturnahen Fließen, artenreichen Feuchtwiesen und den eingeschlossenen sandigen Kames-Hügeln ist das Gebiet ein Unikat unter den Brandenburger Naturschutzgebieten.

Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten

Das Biesenthaler Becken besitzt aus faunistischer und floristischer Sicht einen sehr hohen Wert, da es Lebensraum für eine Vielzahl stark gefährdeter und geschützter Arten ist. Gerade die Artenvielfalt in den verschiedenen Wäldern und Feuchtgebieten ist sehr hoch. So leben unter anderem Fischotter, Biber, Weißstorch, Kranich, Glattnatter, Kammmolch und Moorfrosch im Gebiet sowie Steinbeißer und Bitterling in den Fließen.

Naturschutz durch Flächensicherung

Die NABU-Stiftung will die wertvollen Lebensräume im Biesenthaler Becken erhalten und macht sich für die für die Wiederherstellung der ehemals prägenden Laubwälder stark. Sie engagiert sich daher im Naturschutzgebiet durch Flächenkauf und unterstützt den Naturpark Barnim bei der Renaturierung von Mooren und Fließen.

Mittlerweile gehören mehr als 400 Hektar Wald, Wiesen und Wasserflächen im Biesenthaler Becken der NABU-Stiftung. Auch in Zukunft will die NABU-Stiftung weitere Flächen für die Natur kaufen.

Das Flächeneigentum ermöglicht es die Waldflächen der natürlichen Waldentwicklung ohne den Eingriff durch den Menschen zu überlassen. Gleichzeitig können aber auch artenreiche Orchideenwiesen durch die gezielte Verpachtung an geeignete Landwirte und eine angepasste Nutzung erhalten werden.

Aktiv werden für die Natur

Die NABU Schutzgebietsbetreuer engagieren sich in ihrer Freizeit aktiv für den Schutz der Natur im Biesenthaler Becken. Zu den Aktivitäten gehören: Baumpflanzungen, Wiesenmahd, Erfassung von Tier- und Pflanzenarten sowie Gebietskontrollen. Weiterhin werden Wanderungen und Exkursionen organisiert.

Naturerlebnis

Es gibt viele Möglichkeiten die Natur im Biesenthaler Becken zu erleben. Sie können das Gebiet zu Fuß und mit dem Fahrrad (Usedom-Radweg) erkunden und auch selbst aktiv werden. Anregungen dazu erhalten Sie vom vielfältigen Veranstaltungsangebot auf der Rückseite. Von geführten Wanderungen über Naturexkursionen bis hin zur praktischen Mitarbeit bei unseren Arbeitseinsätzen ist für jede Jahreszeit und jeden Geschmack etwas im Angebot. Sie sind jederzeit gern willkommen.

Weitere Informationen: naturerbe.de und nabu-barnim.de